Digitale Zwillinge in der Logistik: Wie Körber gemeinsam mit NVIDIA die Zukunft gestaltet

Hamburg – Körber stärkt seine Innovationskraft in der Supply Chain, indem das Unternehmen mit NVIDIA kooperiert. Gemeinsam will man die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz und Simulation für die Logistik- und Automatisierungsbranche neu definieren.

heute 10:22 Uhr | 2 mal gelesen

Manchmal frage ich mich, wie lange es wohl noch dauert, bis in Warenlagern mehr Simulationsdaten als Menschen unterwegs sind – und ehrlich gesagt: Nach der jüngsten Zusammenarbeit zwischen Körber und NVIDIA könnte dieser Moment näher rücken, als man denkt. Die beiden Unternehmen kombinieren praktische Erfahrung aus zahllosen Logistikprojekten mit der Power von KI-basierter Simulation. Mithilfe der Omniverse-Technologien von NVIDIA entstehen virtuelle Zwillinge von Lagern, die reale Weltstücke so exakt abbilden, dass man beinahe glaubt, mittendrin zu stehen – obwohl man eigentlich nur auf einen Bildschirm schaut. Klingt nach Science-Fiction? Tatsächlich setzt Körber diese digital erzeugten Doppelgänger schon ein, um Abläufe vorherzusehen, zu testen oder sogar Roboter in fotorealistischen Szenarien zu trainieren – alles, bevor überhaupt ein einziges Paket im neuen Lager sortiert wird. Damit wird nicht einfach Zeit gespart, sondern auch die Chance auf Fehler im komplexen Alltag gesenkt. Wer schonmal bei mehreren Versanddienstleistern gearbeitet hat, weiß, wie viel Improvisation hinter so mancher logistischen Meisterleistung steckt. Das Ganze hat gravierende Auswirkungen: Konzerne aus der Pharmaindustrie, dem schnellen Konsumgüterbereich und sogar der lebensmittelverarbeitenden Branche versprechen sich davon deutliche Vorteile. Ganz zu schweigen von KEP-Dienstleistern oder E-Commerce-Größen, die mit wacher Ungeduld jede neue Optimierung aufschnappen. Laut Helena Garriga vom Körber-Vorstand ist das Projekt ein echter Meilenstein, der Logistikintelligenz neu denkt und konkrete, skalierbare Lösungen beschleunigt. Noch in mehreren anderen Bereichen des Konzerns soll die KI- und Simulationsoffensive bald Einzug halten. Dank realitätsnaher digitaler Baustellen werden nicht nur Zeit und Ressourcen gespart – es entstehen systematische Innovationen, bevor überhaupt Beton angerührt wird. Stephan Seifert (CEO) hebt vor allem hervor, wie dieser Ansatz den Sprung von der Planung in den Alltag erleichtert: „Wir bauen intelligente Abläufe zuerst am Bildschirm – und verkürzen den Weg bis zum echten Go-live deutlich.“

Körber und NVIDIA starten eine technische Kooperation, um Lager- und Lieferkettenprozesse mit digitalen Zwillingen zu simulieren und zu optimieren. Dank physikgetreuer Nachbauten realer Infrastrukturen lassen sich Abläufe künftig fotorealistisch abbilden, Szenarien testen und Robotersysteme trainieren, ohne reale Hardware zu installieren. Hintergrund ist die globale Suche nach Resilienz und Effizienzsteigerung, da gerade der Logistiksektor Krisen wie Lieferengpässen und Arbeitskräftemangel begegnen muss. In ähnlichen internationalen Projekten profitieren Unternehmen aktuell bereits spürbar davon, Planungsvorläufe zu verkürzen sowie CO2 und Ressourcenverbrauch zu senken. Laut aktuellen Medienberichten wird das Thema in Deutschland und Europa weiterhin intensiv beobachtet, etwa im Kontext nachhaltiger Lieferketten und des Aufbaus europäischer KI-Kompetenzen.

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