Ehrlich gesagt, es war wieder so ein Tag, an dem Börsianer die Stirn runzeln: Der Dow Jones verabschiedete sich mit 49.693 Punkten geringfügig im Minus (-0,1 Prozent), während sich der Nasdaq 100 um 1 Prozent nach oben schob und bei 29.367 Punkten landete. Der S&P 500 wuchs verhalten um 0,6 Prozent auf 7.444 Zähler – nicht gerade einheitlich, das Ganze. Was die Blicke in den Handelsräumen vor allem fesselte: die anstehende Visite von Ex-Präsident Trump in China. Am Donnerstag und Freitag gibt es Fotos und vermutlich auch Händeschütteln mit Xi Jinping. Im Schlepptau: Wirtschaftsgrößen wie Elon Musk und Jensen Huang (Nvidia). Klingt fast nach einem Wirtschaftsgipfel, wenngleich Trumps Botschaft recht klar sein dürfte – mehr Marktzugang für die USA und weniger Stolpersteine für ihre Unternehmen. Bei all dem im Hinterkopf: die angespannten Beziehungen wegen des Iran-Konflikts und der blockierten Straße von Hormus. Klar, das lässt niemanden an der Wall Street kalt. Nebenbei rutschte der Euro am Abend auf 1,1712 US-Dollar, der Goldpreis schwächelte leicht auf 4.691 Dollar je Feinunze (128,78 Euro pro Gramm). Öl, auch nicht gerade in Feierlaune, fiel auf 105,80 Dollar pro Barrel der Nordsee-Sorte Brent – das ist schon beinahe ein Absturz von 1,8 Prozent im Tagesvergleich.
Die Wall Street präsentierte sich am Mittwoch mit einem uneinheitlichen Kursbild: Während der Dow Jones leicht nachgab, legten Nasdaq 100 und S&P 500 etwas deutlicher zu. Entscheidend für die Zurückhaltung der Anleger war das mit Spannung erwartete Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping, bei dem es um die Öffnung des chinesischen Marktes und geopolitische Konflikte wie den Iran-Krieg ging. Zusätzliche Unsicherheiten kamen durch schwächelnde Rohstoffpreise beim Gold und Öl sowie einen schwächeren Euro. Neueste Recherchen zeigen zudem, dass die Märkte weltweit nicht nur auf das unmittelbare Treffen blicken, sondern auch mögliche Folgeeffekte für Lieferketten und technologische Kooperationen in Augenschein nehmen. Insbesondere Tech-Titel, vor allem aus den USA, stehen unter verstärkter Beobachtung, da Investoren jede Andeutung möglicher Erleichterungen im Zugang zu chinesischen Märkten oder zu Halbleitermärkten auf die Goldwaage legen. Europäische Analysten diskutieren, ob eine Einigung die geopolitischen Spannungen reduzieren oder – im Gegenteil – neue Konfliktlinien aufreißen könnte. (Stand: 13. Juni 2024)