Hans-Peter Wipplinger, der Direktor und Kurator des Leopold Museums, hatte am Mittwoch, dem 13. Mai, allen Grund zur Freude: Die Ausstellung "Gustave Courbet. Realist und Rebell" hat bereits 100.000 Besucher angezogen. Genau diesen Jubiläumsbesuch statte Yuki Aoki aus Japan ab, die – wie es der Zufall manchmal will – schon eine persönliche Verbindung zum Haus durch ihre Begeisterung für Schiele und Klimt hatte. Als kleines Dankeschön gab's einen frühlingshaften Blumenstrauß und den umfangreichen Ausstellungskatalog.
Wipplingers Statement – statt einer routinierten Pressephrase – klang ehrlich: "Das große Interesse für unsere Courbet-Retrospektive zeigt, wie aktuell und anziehend der französische Realismus für das heutige Publikum ist. Es bestätigt auch, wie viel Energie unser Team investiert."
Gerade Aokis Weg zur Kultur ist beachtlich: Die Juristin, spezialisiert auf Europarecht, lebt eigentlich in Tokio, aber Wien ist ihr zweites Zuhause. Begleitet wurde sie bei ihrem Museumsbesuch von Yuki Shono, ihrer Freundin aus Rom. Beide staunten über die Bandbreite der Werke – viele davon erstmals in Österreich versammelt.
Die Ausstellung selbst gleicht einer Schatztruhe: Gut 130 Werke, verteilt auf Gemälde, Druckgrafiken und dokumentarisches Material, führen den Besucher durch Courbets rebellische Kunstentwicklung. Seine kompromisslose Absage an die Schönfärberei der Malerei des 19. Jahrhunderts wirkt im Kontext des Leopold Museums besonders eindrucksvoll. Kuratiert wurde die Schau gemeinsam mit Niklaus Manuel Güdel. Wer schnell ist, kann "Gustave Courbet. Realist und Rebell" noch bis zum 21. Juni erleben, dann wandert sie nach Essen weiter (dort unter dem Titel "Ich, Gustave Courbet. Maler und Rebell", ab 17. Juli im Museum Folkwang).
Weitere Infos, Presseunterlagen und Links zu digitalen Angeboten bietet das Museum auf seiner Website. Mit Spannung kann man schon auf die zweite Station der Wanderausstellung in Essen blicken.
Das Leopold Museum hat mit seiner Courbet-Ausstellung einen beachtlichen Erfolg erzielt und bereits über 100.000 Besucher begrüßt. Die Ausstellung zeigt zahlreiche Werke des französischen Künstlers Gustave Courbet, dessen unkonventioneller Realismus bis heute fasziniert. Yuki Aoki, Juristin aus Japan und langjährige Museumsliebhaberin, ist Jubiläumsgast und wird von Direktor Hans-Peter Wipplinger geehrt. Die Ausstellung läuft noch bis 21. Juni in Wien, ab 17. Juli dann in Essen. – Ergänzend: Laut aktuellen Medienberichten ist die starke Besucherresonanz auch ein Signal dafür, dass sich nach der Pandemie wieder vermehrt internationales Publikum in Museen wagt, was wiederum zu wirtschaftlichem Aufwind bei Kulturinstitutionen beiträgt. In mehreren Zeitungen wird unterstrichen, wie sehr große Ausstellungen von zentralen Künstlerfiguren wie Courbet helfen, Museen aus der Pandemie-bedingten Krise zu führen. Ein vergleichbarer Trend ist auch im deutschsprachigen Raum beobachtbar, etwa bei den Besucherzahlen anderer musealer Großereignisse im Frühling 2024.