Warken lobt Überarbeitung beim Vertrag für Hebammenhilfe

Nina Warken (CDU), Bundesgesundheitsministerin, hebt die jüngsten Veränderungen am Vertragswerk für Hebammen positiv hervor. Sie sieht darin einen Beweis für die Funktionsfähigkeit der gesundheitlichen Selbstverwaltung in Deutschland.

heute 10:27 Uhr | 1 mal gelesen

In letzter Zeit habe ich mehrfach Gelegenheit gehabt, mit den Beteiligten am Hebammenhilfevertrag zu sprechen, und es wurde deutlich: Beide Parteien sind tatsächlich darauf aus, nachhaltige Lösungen für die Geburtshilfe auf die Beine zu stellen. Zugegeben, nicht immer läuft dabei alles ganz reibungslos. Trotzdem finde ich, das jetzt beschlossene Update des Hebammenhilfevertrags sendet ein wichtiges Signal – für Hebammen selbst, aber auch für die Menschen, die deren Unterstützung brauchen. Es ist wohl kein Geheimnis, dass Geburtshilfe häufig unter großem Druck steht. Umso mehr schätze ich das Engagement aller, die trotz Konflikte gemeinsam an den Verhandlungstisch zurückkehren. Ein kleiner Dank an dieser Stelle an all die Hebammen, die Tag für Tag Familien beistehen – oft im Hintergrund, aber unersetzlich.

Warken sieht die Anpassung am Vertrag als positives Zeichen für die Weiterentwicklung der Geburtshilfe in Deutschland. Viele Beteiligte hätten – vielleicht nach kontroversen Gesprächen – eine gemeinsame Linie gefunden. Für Hebammen bedeutet das hoffentlich, dass ihre Arbeit besser anerkannt und unterstützt wird. Zusätzlich greifen die Nachbesserungen einige Forderungen von Hebammenverbänden auf, beispielsweise finanziell bessere Absicherung und mehr Flexibilität bei der Betreuung. Laut aktuellen Medienberichten wurde im Zuge der Anpassungen besonders Wert darauf gelegt, die Dokumentationspflichten sinnvoll zu entbürokratisieren und die Vergütung für bestimmte Leistungen anzuheben. In etlichen Regionen Deutschlands bleibt die Versorgung mit Hebammen allerdings angespannt – auch deshalb werten politische Beobachter den Kompromiss als wichtigen, aber nur einen Zwischenschritt.

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