Danone sieht sich nach den jüngst verschärften EFSA-Richtlinien zum Rückruf von ausgewählten Produktionschargen der Säuglingsnahrung Aptamil und Milumil in Deutschland und Österreich gezwungen, da neue Schwellenwerte für das bakterielle Toxin Cereulid eingeführt wurden. Cereulid, ein hitzebeständiges Toxin, das bei unsachgemäßer Lagerung durch Bakterien (Bacillus cereus) entstehen kann, führt besonders bei Säuglingen zur schnellen Entwicklung von Magen-Darm-Symptomen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat am 10. Juni 2024 die Grenzwerte angepasst, um das gesundheitliche Risiko weiter zu minimieren. Die betroffenen Produkte – vor allem Pulver-Milchnahrung – sollten nicht weiter verwendet werden; eine Rückgabe ist unkompliziert und ein Nachweis des Kaufs wird nicht verlangt. Eltern wurde angeraten, die Chargennummern mit den Listen auf den Webseiten aptaclub.de und milupa.de abzugleichen. Laut Angaben von Verbraucherschützern (z. B. Stiftung Warentest) sind lückenlose Rückrufe für das Vertrauen essenziell und unterstreichen die Transparenzpflicht der Hersteller. In Medienberichten wird zudem betont, dass der Markt für Babynahrung hochreguliert ist, aber trotz häufiger Kontrollen Risiken nie ganz ausgeschlossen werden können.