Danone ruft bestimmte Säuglingsnahrung von Aptamil und Milumil zurück

Frankfurt – Danone zieht in Deutschland und Österreich ausgewählte Chargen der Marken Aptamil und Milumil zurück, nachdem die Vorgaben zum zulässigen Gehalt von Cereulid kürzlich geändert wurden. Der Rückruf betrifft vor allem die im Anhang genannten Produkte mit bestimmten Mindesthaltbarkeitsdaten. Aufgrund möglicher grenzüberschreitender Verkäufe wurde die Aktion auch auf Österreich ausgeweitet.

heute 19:37 Uhr | 4 mal gelesen

Manchmal reicht ein einziger Satz, und etliche Eltern sind alarmiert: Danone ruft bestimmte Babynahrung zurück. Die Verantwortung für die Sicherheit der Kleinsten liegt schwer, daran lässt das Unternehmen keinen Zweifel, während es gemeinsam mit den Behörden auf die neue wissenschaftliche Empfehlung der EFSA zu Cereulid reagiert. Cereulid – das klingt fast harmlos, ist aber ein bakterielles Gift, das nach dem Verzehr binnen weniger Stunden zu Erbrechen und Durchfall führen kann. Die Schwelle für das, was tolerierbar ist, wurde nun weiter nach unten korrigiert – was Danone prompt mit dem Rückruf beantwortet. Wer befürchtet, betroffen zu sein, kann die jeweiligen Markenwebseiten besuchen, um das Mindesthaltbarkeitsdatum abzugleichen. Die betroffenen Produkte bitte nicht mehr verwenden und einfach dahin zurückbringen, wo sie gekauft wurden, Kassenbon braucht es keinen. Ein kleiner Trost vielleicht. Wer unsicher ist, ob das Kind nach dem Verzehr Symptome zeigt, sollte lieber einmal mehr zum Kinderarzt gehen als einmal zu wenig. Für alle anderen Chargen gibt Danone Entwarnung – an diesen Produkten soll laut Hersteller nichts auszusetzen sein. Und, falls Fragen bleiben: Ein Verbraucherservice steht bereit.

Danone sieht sich nach den jüngst verschärften EFSA-Richtlinien zum Rückruf von ausgewählten Produktionschargen der Säuglingsnahrung Aptamil und Milumil in Deutschland und Österreich gezwungen, da neue Schwellenwerte für das bakterielle Toxin Cereulid eingeführt wurden. Cereulid, ein hitzebeständiges Toxin, das bei unsachgemäßer Lagerung durch Bakterien (Bacillus cereus) entstehen kann, führt besonders bei Säuglingen zur schnellen Entwicklung von Magen-Darm-Symptomen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat am 10. Juni 2024 die Grenzwerte angepasst, um das gesundheitliche Risiko weiter zu minimieren. Die betroffenen Produkte – vor allem Pulver-Milchnahrung – sollten nicht weiter verwendet werden; eine Rückgabe ist unkompliziert und ein Nachweis des Kaufs wird nicht verlangt. Eltern wurde angeraten, die Chargennummern mit den Listen auf den Webseiten aptaclub.de und milupa.de abzugleichen. Laut Angaben von Verbraucherschützern (z. B. Stiftung Warentest) sind lückenlose Rückrufe für das Vertrauen essenziell und unterstreichen die Transparenzpflicht der Hersteller. In Medienberichten wird zudem betont, dass der Markt für Babynahrung hochreguliert ist, aber trotz häufiger Kontrollen Risiken nie ganz ausgeschlossen werden können.

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