Die Zukunft des MausRadios: WDR setzt auf digitale Audioabenteuer für Kinder

Köln – Das bekannte MausRadio soll demnächst ins digitale Zeitalter überführt werden. Nach aktuellen Plänen, die dem WDR-Rundfunkrat vorgestellt wurden, will der WDR das beliebte Kinderprogramm im Internet ausbauen und damit Grundschulkinder gezielt durch ihren Alltag begleiten. Herzstück des neuen Konzepts ist die Bereitstellung werbefreier Sendungen in der MausApp, auf die-maus.de und künftig auch in einem neuen Kinderprofil der ARD Audiothek – alles unter der Voraussetzung, dass Gesetzgebung und Rundfunkrat zustimmen.

heute 18:57 Uhr | 4 mal gelesen

WDR-Intendantin Dr. Katrin Vernau brachte es auf den Punkt: 'Unser Ziel ist ein starkes, digitales MausRadio – eine Hörheimat ohne Werbung für Grundschüler.' Der Sendeweg soll sich radikal verändern: Weg vom DAB+, hin zum Livestream im Web. Frühmorgens erwartet die Kinder künftig eine Sendung, die sie beim Frühstück begleitet – nicht selten eine stressige Zeit, die mit etwas Unterhaltung entspannter verläuft. Interessant finde ich, dass der WDR auch Nachmittagsformate plant, bei denen Kinder ihre eigenen Geschichten einbringen können. Nach und nach wird Radio-Hören zum interaktiven Erlebnis, jedenfalls laut Vorschau des WDR. Weil immer mehr Familien auf digitale Geräte setzen, wird das Sendeformat über klassische Kanäle eingestellt und der Fokus auf Online-Angebote gelegt – spätestens ab 2027. Alles steht und fällt allerdings mit dem laufenden Gesetzgebungsverfahren und dem finalen Segen des Rundfunkrats. Übrigens, Presseauskünfte gibt es weiterhin unter kommunikation@wdr.de.

Das MausRadio, ein traditionsreiches Audio-Angebot für Kinder, wird laut WDR-Plänen konsequent digital ausgerichtet und so ab 2027 vor allem über das Internet verfügbar sein. Ziel ist es, Grundschulkindern flexibel und zeitgemäß Orientierung, Unterhaltung und Beteiligungsmöglichkeiten zu bieten – mit Formaten, die etwa den Morgen entspannen oder am Nachmittag Raum für Kinderstimmen lassen. Ähnliche Tendenzen sind in der deutschen Medienlandschaft erkennbar: Immer mehr Kinderformate werden ins Netz verlagert, um eine größere Reichweite und Interaktivität zu gewährleisten. Zusätzlich zur offiziellen Mitteilung haben verschiedene Medien in den letzten 48 Stunden ausführlich über digitale Entwicklungen im Bildungs- und Kinderbereich berichtet. So berichtet die Süddeutsche Zeitung über die Herausforderungen bei der Digitalisierung von Bildungsinhalten und die damit verbundenen Chancen für Medien wie das MausRadio, während die Zeit sich mit den gesellschaftlichen Auswirkungen und Chancen digitaler Kinderangebote auseinandersetzt. Die taz wiederum hinterfragt, wie kindgerechte Formate im Netz vor Desinformation und Werbeinhalten geschützt werden können.

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