Wenn an diesem Sonntag Bundestagswahl wäre, läge die Union bei 26 Prozent – eine Einbuße von zwei Prozentpunkten im Vergleich zum Jahresbeginn. Die AfD nähert sich derzeit mit 24 Prozent der Union an, muss aber ebenfalls einen Punkt abgeben. Die SPD schafft es, ihr Ergebnis leicht zu verbessern und klettert auf 15 Prozent, was durchaus bemerkenswert ist, wenn man sich an den trostlosen Winter erinnert, den die Sozialdemokraten durchstehen mussten. Die Grünen verharren stabil bei 12 Prozent, und die Linke bleibt auf ihren 10 Prozent sitzen. Das neue Bündnis BSW sowie die FDP verharren mit jeweils 3 Prozent knapp über der Sichtbarkeitsschwelle, aber klar unter der Mandatsschwelle. Interessant: 'Sonstige' Parteien legen minimal zu und erreichen nun zusammen 7 Prozent. Man könnte meinen, es rumort politisch, und die Umfrage unter 1.319 Wahlberechtigten für den ARD-DeutschlandTREND (durchgeführt von Montag bis Mittwoch dieser Woche) spiegelt das wider. Die Zufriedenheit mit der Bundesregierung? Bleibt niedrig: Nur 21 Prozent geben an, mehr oder weniger glücklich mit deren Arbeit zu sein. Dagegen äußern 78 Prozent expliziten Unmut gegenüber Union und SPD – ein Signal für nachhaltige Vertrauensprobleme. Man kennt das ja: Wählerstimmung ist manchmal wie Aprilwetter.
Die aktuellen Zahlen der ARD-Infratest-Umfrage zeichnen ein Bild der politischen Unsicherheit in Deutschland. Die Union verliert trotz Oppositionsrolle erneut an Zustimmung, während die AfD ebenfalls Federn lassen muss – ein Trend, der angesichts der polarisierenden Debatten auffällt. Die SPD kann sich moderate Zugewinne sichern, profitiert dabei möglicherweise vom jüngsten Koalitionskurs und einigen Personaldebatten. Bemerkenswert stabil bleiben die Werte der Grünen und der Linken, während FDP und BSW mit niedrigen Prozentwerten weiterhin um ihre parlamentarische Relevanz kämpfen. Die allgemeine Frustration mit der Bundesregierung bleibt hoch: Vier von fünf Befragten zeigen sich unzufrieden – und angesichts der anhaltenden Herausforderungen in Bereichen wie Migration, Inflation und Energiepolitik ist wenig Besserung in Sicht. Laut weiteren Medienberichten werden zudem Themen wie die Haushaltsdebatte, Streit um Energie- und Sozialpolitik sowie das Auftauchen neuer kleiner Parteien im Parteienspektrum als Gründe für die politische Unsicherheit genannt.