Immer mehr Geflüchtete nutzen Unterstützung zur freiwilligen Rückkehr

Vergangenes Jahr haben spürbar mehr Menschen mit Fluchterfahrung die finanzielle Rückkehrhilfe aus Deutschland in Anspruch genommen. Das Förderangebot des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) wurde 2025 von insgesamt 16.576 Personen genutzt, wie eine Bamf-Sprecherin gegenüber der Funke-Mediengruppe bestätigte.

heute 01:02 Uhr | 3 mal gelesen

Noch 2024 lag die Zahl der freiwillig mit Rückkehrhilfen Ausgereisten bei 10.358, ähnlich wie 2023 mit damals 10.762 Fällen. Neu: Seit Januar 2025 ist auch die bezuschusste Ausreise nach Syrien wieder möglich, nachdem dieses Ziel wegen des Bürgerkriegs lange ausgesetzt war. Bis zum Jahresende stellten 5.976 Menschen einen Antrag auf Rückkehr nach Syrien, wovon 3.678 bereits tatsächlich ausgereist sind. Das Rückkehrprogramm "REAG-GARP" unterstützt Geflüchtete, die freiwillig Deutschland verlassen möchten, durch Übernahme der Reisekosten und einer Starthilfe von 1.000 Euro je erwachsener Person, bei Kindern und Jugendlichen 500 Euro. Besonders hoch ist das Interesse derzeit an Rückreisen nach Syrien – die steigende Nachfrage führt zu Wartezeiten bei der Bearbeitung der Anträge, wie Bamf berichtet. 2025 nutzten zudem 4.432 Menschen die Förderung für eine Rückkehr in die Türkei, 1.334 nach Russland. Von allen im Jahr freiwillig zurückgekehrten Personen hatten gut 2.700 eine befristete Aufenthaltserlaubnis, knapp 6.400 waren ausreisepflichtig, während gut 7.300 eine Aufenthaltsgestattung – also keinen eigentlichen Schutzstatus – besaßen. Die Statistik des Bamf umfasst jedoch nicht die Fälle, in denen eine Rückkehr auf Initiative der Bundesländer oder eigenständig erfolgte.

Die Anzahl der freiwilligen Rückkehrenden, die deutsche Förderprogramme nutzen, ist 2025 deutlich gestiegen – mit einem starken Fokus auf Syrien als Ziel. Gründe dafür sind neue Möglichkeiten sowie gezielte finanzielle Anreize; laut Bamf führt dies derzeit zu Bearbeitungsstau, besonders bei den Syrien-Anträgen. Weiterführende Informationen bestätigen diesen Trend: Laut SPIEGEL gab es zuletzt eine wachsende Debatte über Rückführungsprogramme mit neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen und deren soziale Begleiterscheinungen; die TAZ beschreibt breite Unsicherheit unter Rückkehrenden, da Perspektiven und Sicherheit im Herkunftsland oft fehlen; die ZEIT meldet zunehmende Kritik an der Bürokratie, die viele Betroffene als belastend und abschreckend empfinden. Zusätzlich fanden Recherchen, dass insbesondere für Hochrisikoländer wie Syrien, die Einschätzung der Sicherheitslage weiterhin kontrovers bleibt. Manche Stimmen aus NGOs warnen vor möglichen Gefahren vor Ort und fordern individuelle Schutzprüfungen.

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