Die energetische Sanierungsquote bei deutschen Wohngebäuden ist 2025 auf nur noch 0,67 Prozent gesunken – ein erneuter Negativrekord mit ernsten Konsequenzen für die Klimabilanz. Experten wie Jan Peter Hinrichs vom BuVEG und Frank Lange vom Verband Fenster + Fassade warnen, dass ohne attraktive Förderprogramme, klare Vorgaben und finanzielle Planungssicherheit selbst kleinere Sanierungsmaßnahmen kaum in Angriff genommen werden. Die Verschiebung wichtiger Investitionen beeinträchtigt nicht nur die Erreichung der Klimaziele, sondern verschärft auch den Sanierungsstau in öffentlichen und privaten Gebäuden, worauf etwa die aktuellen Berichte von B+L Marktdaten und der BuVEG hinweisen. Laut einer aktuellen Analyse der Deutschen Energie-Agentur (dena) bleibt Deutschland auch beim Gesamtausstoß von Treibhausgasen deutlich hinter den Zielen: 2024 wurden die Emissionen im Gebäudesektor zwar leicht reduziert, aber ein wirklicher Trendbruch sei laut dena nicht absehbar. Zusätzlich berichten verschiedene Medien, dass sich viele Eigentümer angesichts hoher Baukosten und strenger werdender Förderbedingungen aktuell vor größeren Investitionen scheuen. Die klimapolitische Debatte wird darüber hinaus durch die Diskussion um das Gebäudeenergiegesetz befeuert, das zwar Anreize für mehr Modernisierung setzen sollte, bisher aber wegen Mängeln in der Ausgestaltung und schwankender Förderlandschaften für Unsicherheit sorgt.