Bosch hat im Jahr 2023 einen fast beispiellosen Gewinneinbruch erlebt – ein Einbruch, der dem Unternehmen ernsthafte Sorgen bereitet. Ursachen sind nicht nur die schwächelnde Konjunktur im Automobilbereich und eine insgesamt rückläufige Nachfrage, sondern auch die dramatischen Kosten für Personalabbau sowie belastende Währungseffekte. Die viel beschworene Transformation zum Mobilitätsanbieter hat Bosch zwar eingeläutet, doch bis die neuen Geschäftsfelder wirklich tragen, bleibt der Konzern in rauer See. Zusätzlich machen der Preisdruck aus internationalen Märkten und Chinas Hinwendung zu heimischen Zulieferern Originalherstellern wie Bosch zu schaffen; das betrifft übrigens nicht nur das Mobility-Segment, sondern auch andere Sparten. In der Branche generell herrscht Nervosität: Erst kürzlich hat sich Continental ähnlich geäußert und auch der Verband der Automobilindustrie warnt vor schrumpfenden Margen und erhöhtem Wettbewerbsdruck. Insofern bleibt die große Frage: Wie entwickelt sich die Transformation der deutschen Autozulieferer im globalen Kontext weiter und wie schaffen es Konzerne wie Bosch, dabei nicht den Anschluss zu verlieren? Neueste Branchennachrichten beleuchten diese Themen aus diversen Perspektiven.