Bosch kämpft mit massivem Gewinneinbruch: Zukunft bleibt ungewiss

Der Technologiekonzern Bosch hat im letzten Geschäftsjahr einen tiefgreifenden Rückgang seines operativen Gewinns hinnehmen müssen. Fast eine Halbierung der Erträge – die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.

heute 11:31 Uhr | 5 mal gelesen

Mal ehrlich: Wer in diesen Zeiten im Industriebereich unterwegs ist, der weiß, dass nichts garantiert ist. Bosch, dieser Riese mit seinen historischen Wurzeln, spürt das ganz besonders. Der Konzern steht aktuell an einer Weggabelung – operative Gewinne sind nahezu auf die Hälfte zusammengeschrumpft, jetzt stehen da nur noch 1,7 Milliarden Euro in den Büchern. Bosch-Boss Stefan Hartung hat die Situation ziemlich offen kommentiert und das Jahr 2025 als „herausfordernd, stellenweise sogar schmerzhaft“ beschrieben. Was ist schiefgelaufen? Währungsprobleme, schwache Nachfrage und die enormen Kosten für einen massiven Stellenabbau in Deutschland – 20.000 Jobs sind betroffen, was allein schon mit 2,7 Milliarden Euro zu Buche schlägt. Die unangenehme Wahrheit: Boschs Hoffnung ruht auf dem Jahr 2027, aber selbst dann bloß in manchen Segmenten. Im Kerngeschäftsfeld Mobility sitzen den Schwaben hungrige Mitbewerber im Nacken und die ökonomischen Rahmenbedingungen bleiben spröde wie alter Beton. Zwischendurch fragt man sich: Ist das nur eine Durststrecke oder der Anfang eines tiefgreifenden Wandels?

Bosch hat im Jahr 2023 einen fast beispiellosen Gewinneinbruch erlebt – ein Einbruch, der dem Unternehmen ernsthafte Sorgen bereitet. Ursachen sind nicht nur die schwächelnde Konjunktur im Automobilbereich und eine insgesamt rückläufige Nachfrage, sondern auch die dramatischen Kosten für Personalabbau sowie belastende Währungseffekte. Die viel beschworene Transformation zum Mobilitätsanbieter hat Bosch zwar eingeläutet, doch bis die neuen Geschäftsfelder wirklich tragen, bleibt der Konzern in rauer See. Zusätzlich machen der Preisdruck aus internationalen Märkten und Chinas Hinwendung zu heimischen Zulieferern Originalherstellern wie Bosch zu schaffen; das betrifft übrigens nicht nur das Mobility-Segment, sondern auch andere Sparten. In der Branche generell herrscht Nervosität: Erst kürzlich hat sich Continental ähnlich geäußert und auch der Verband der Automobilindustrie warnt vor schrumpfenden Margen und erhöhtem Wettbewerbsdruck. Insofern bleibt die große Frage: Wie entwickelt sich die Transformation der deutschen Autozulieferer im globalen Kontext weiter und wie schaffen es Konzerne wie Bosch, dabei nicht den Anschluss zu verlieren? Neueste Branchennachrichten beleuchten diese Themen aus diversen Perspektiven.

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