Ich kann mich noch erinnern, wie in früheren Jahren nach einer Krise oft plötzlich wieder Urlaubsflieger Richtung Süden gingen, als hätte es das ganze Chaos nicht gegeben. Nun sagt Albin Loidl, der Präsident des DRV, der 'Rheinischen Post', dass aktuell in der Golfregion erstmal Sicherheit an erster Stelle stehe – verständlich, denn niemand will Urlauber in unsichere Situationen bringen. Trotzdem glaubt er fest daran, dass der Tourismus nach Konflikten immer wieder zurückkommt. 'Wie ein Gummiball', meint er sinngemäß. Die Erfahrung spricht dafür: Sobald Ruhe einkehrt, zieht es die Menschen wieder in die Ferne. Interessant fand ich, dass Pauschalreisen gerade boomen – vielleicht, weil man sich in unsicheren Zeiten lieber auf einen professionellen Rahmen verlässt. Zu beobachten ist ein ordentliches Umsatzplus von 14 Prozent bei Flugpauschalreisen im Sommer, und auch die Gästezahlen wachsen um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Klassiker Türkei, Spanien und Griechenland stehen bei vielen scheinbar weiterhin hoch im Kurs – Golfregion hin oder her.
Im Kern argumentiert Loidl, dass Stabilität der entscheidende Faktor für die Rückkehr des Golf-Tourismus ist – nach überstandenem Krieg wagen sich die Menschen allmählich wieder an entfernte Reiseziele. Das Bedürfnis nach Sicherheit beeinflusst die Planung vieler, was den Trend zu Pauschalreisen verstärkt und damit auch die klassischen Mittelmeerdestinationen stärkt. Aktuelle Presseberichte untermauern diese Sicht: Erst kürzlich äußerte sich auch die Tourismusbranche verhalten optimistisch zur Widerstandsfähigkeit des Reisemarkts; zugleich wurden jedoch neue Unsicherheiten durch wieder aufgeflammte Konflikte oder politische Spannungen im Nahen Osten diskutiert. Ergänzend lässt sich aus den jüngsten Artikeln folgern, dass zwar einige Fluggesellschaften und Veranstalter ihre Pläne flexibel halten, aber mit rascher Erholung gerechnet wird, sobald sich die Lage stabilisiert.