Spahn kontert Miersch: „Solche Kritik bringt niemanden weiter“

Jens Spahn (CDU) reagiert scharf auf die Vorwürfe von SPD-Fraktionschef Matthias Miersch gegen Friedrich Merz. Persönliche Angriffe helfen in Zeiten großer Herausforderungen wenig, so Spahn gegenüber der "Bild".

heute 18:04 Uhr | 4 mal gelesen

Statt übereinander herzuziehen, sollten die führenden Politiker der großen Parteien – so zumindest Jens Spahn – lieber gemeinsam an den Problemen arbeiten, die gerade anstehen. Ein „Gegeneinander“ verbessere die politische Zusammenarbeit in der aktuellen Lage kein bisschen. Miersch hatte Merz zuvor wegen dessen Aussagen zur gesetzlichen Rente und den Besserverdienenden scharf angegriffen und dessen Führungsstil infrage gestellt. Aus Mierschs Sicht sei eine gewisse Beherrschtheit nötig, um das Kanzleramt verantwortungsvoll auszuführen. Spahn betont dagegen, dass solche Debatten vor allem von den eigentlichen Sachfragen ablenken – und man ohnehin schon genug Baustellen habe.

Die Debatte um die richtigen Worte und Töne in der Koalition flammt immer wieder auf. Während Matthias Miersch den CDU-Vorsitzenden Merz wegen angeblicher Impulsivität kritisiert und seine Eignung als Kanzler offen anzweifelt, kontert Jens Spahn, das nütze niemandem – es verschärfe höchstens die Stimmung. Interessanterweise steht diese Diskussion auch vor dem Hintergrund brandaktueller Einschätzungen zur Rentenpolitik und der politischen Kultur in Deutschland, wie verschiedene Pressestimmen berichten: So beschäftigen sich gerade mehrere führende Medien mit der Zukunft der Altersvorsorge, der Rolle von Führungspersönlichkeiten und dem generellen Umgangston in Berlin.

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