BMWs Ex-Chef Zipse sieht den Ausstieg aus dem Carsharing-Venture ShareNow inzwischen durchaus kritisch, nicht zuletzt, weil die bewegten Jahre einen dauerhaften Eindruck hinterlassen haben. Inzwischen forciert BMW eine flexible Strategie; die Bandbreite reicht von Elektroautos über Hybrid bis zum klassischen Verbrenner – wohin die Reise letztlich geht, lässt der Konzern offen. Branchenkenner diskutieren immerhin, ob der technologische Spagat trotz aller Bekenntnisse Zukunft hat – während wirtschaftspolitisch der Fokus vermehrt auf globaler Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsbereitschaft liegt. Neuere Berichte aus der Automobilpresse zeigen, dass die deutsche Industrie weiter auf der Suche nach tragfähigen Geschäftsmodellen rund um Mobilitätsdienstleistungen ist, wobei Sharing-Konzepte vielerorts überdacht oder ganz eingestellt werden. Im aktuellen Zahlenwerk von BMW spiegeln sich die Unsicherheiten am Automarkt mit schwächelnden Absätzen und zunehmendem Preisdruck wider, während sich die Suche nach neuen Erlösquellen fortsetzt. Gerade in Zeiten, in denen E-Mobilität und Vernetzungsstrategien an Tempo zulegen, bleibt abzuwarten, wie der Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Zukunft gelingt.