BVB müht sich zum Heimsieg: Dortmund dreht Rückstand gegen Heidenheim

Borussia Dortmund hat sich am 20. Bundesliga-Spieltag nach Rückstand gegen den Aufsteiger 1. FC Heidenheim durchgesetzt.

heute 19:36 Uhr | 5 mal gelesen

Wer gedacht hätte, dass das Duell zwischen Dortmund und Heidenheim ein Selbstläufer für den BVB wird, lag am Freitagabend mal wieder daneben. Zunächst sah es tatsächlich rosig für die Schwarzgelben aus: Nach einem Eckball bugsierte Waldemar Anton den Ball ins Tor, wobei beinahe niemand richtig wusste, wie ihm geschah – nicht einmal Anton selbst, vermutlich. Doch Heidenheim, dieses zähe Team, das allen Prognosen zum Trotz schon mehr als einmal für Ärger gesorgt hat, zeigte eine bemerkenswerte Trotzreaktion. Kurz vor dem Pausentee brachte ein energischer Angriff, eingeleitet von Honsak und abgeschlossen von Niehues, den Ausgleich. Und das war erst der Anfang: Kurz nach Wiederbeginn nagelte Niehues auch noch einen satten Distanzschuss ins Netz – die Sensation lag in der Luft. Aber dann: Während mancher schon an einen weiteren Dortmunder Patzer glaubte, schlug Serhou Guirassy zweimal eiskalt zu. Innerhalb kürzester Zeit drehte er die Partie komplett. Als sei das nicht genug Dramatik, leistete er sich wenig später sogar einen Fehlschuss vom Elfmeterpunkt – was Dortmund letztlich nicht aus der Ruhe brachte. Heidenheim rannte nochmal an, aber irgendwie war der Deckel drauf. Dortmund schiebt sich in der Tabelle näher an die Spitze, aber man kann sich fragen: Wie lange hält das halbwegs wackelige Fundament?

Das Match wurde zu einer echten Berg- und Talfahrt: Dortmund startet überlegen, dann dreht Heidenheim den Spieß zeitweise um, ehe Guirassy mit seinem Doppelpack alles wieder auf Null stellt – und sogar noch einen Elfmeter liegenlässt. Gerade in jener Phase zeigte sich aber, wie wenig planbar Fußball tatsächlich ist: Trotz großer Bemühungen kamen die Gäste nicht mehr vorbei – Dortmund hält sich somit weiter im Rennen um die Champions-League-Plätze. Interessanterweise hat der BVB in dieser Saison auffällig viele Partien knapp gewonnen, was Raum für Diskussionen über die tatsächliche Stärke der Dortmunder lässt. Zusätzlich meldete die Sportschau, dass Dortmund in den letzten Spielen mehrfach Rückstände drehen konnte, was die Nehmerqualitäten des Teams unterstreicht. Zeit Online hob hervor, dass nicht nur Guirassy, sondern auch der Kollektivgeist auffallend stark war, insbesondere im defensiven Umschalten. Laut taz stellt Heidenheim als Aufsteiger weiterhin einen unbequemen Gegner dar, dessen Spielweise etablierte Teams vor ernsthafte Probleme stellen konnte.

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