Stuttgart jubelt in letzter Minute, Freiburg scheitert in Lille spät

Der VfB Stuttgart ringt die Young Boys Bern im packenden Schlussspurt mit 3:2 nieder, während der SC Freiburg in Lille unglücklich durch einen Strafstoß in der Nachspielzeit verliert. Unterschiedliche Gefühlslagen bei beiden Teams am letzten Spieltag der Europa-League-Gruppenphase.

29.01.26 23:06 Uhr | 1 mal gelesen

Manchmal tanzt der Fußball wirklich aus der Reihe – und so war das Aufeinandertreffen zwischen dem VfB Stuttgart und den Young Boys Bern von einer seltenen Achterbahnfahrt geprägt. Schon früh machten Undav (6.) und Demirovic (7.) für die Stuttgarter klar, wohin die Reise gehen sollte, nur um kurz vor der Pause durch Gigovic' Anschlusstreffer (42.) noch mal in den Nervenkitzel gezogen zu werden. Nach der Pause belohnt sich Bern für seine Moral: Lauper gleicht zum 2:2 aus und plötzlich steht alles Spitz auf Knopf. Die Schlussphase? Klassisch Fußball: Just als sich alle auf ein Remis eingestellt haben, läuft Chema Andres nach einem Konter blank und drückt das Leder in der 90. zum 3:2 über die Linie. Anders das Bild beim SC Freiburg: Sie fighten auswärts in Lille um jeden Zentimeter, halten die Partie offen, nur um schlussendlich durch ein späte Foul von Irie und Girouds verwandelten Elfer (90.+2) mit leeren Händen dazustehen. Seltsam: Trotz Niederlage reicht es für Freiburg zum Weiterkommen, Stuttgart wiederum darf sich auf die Playoffs freuen – was für eine Dramaturgie.

VfB Stuttgart holte sich im letzten Moment einen 3:2-Sieg über die Young Boys Bern, wobei sie nach 2:0-Führung fast den Ausgleich hinnehmen mussten, bevor Chema Andres mit seinem Treffer in der Nachspielzeit alles klar machte. Der SC Freiburg hatte in Lille Pech: Nach langem Kampf besiegelte ein spätes Foul und der darauf folgende Strafstoß durch Giroud ihre 0:1-Niederlage – doch trotz dieser bitteren Pleite ziehen sie dennoch in die nächste Runde ein. Stuttgart steht nun vor einer Bewährungsprobe in den Europa-League-Playoffs; Freiburgs Fokus dürfte nach der dramatischen Endphase auch auf der weiteren Entwicklung der Mannschaft liegen. Ergänzend bieten aktuelle Medienberichte verschiedene Einblicke: In den letzten 48 Stunden schreibt die Süddeutsche Zeitung, dass Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß nach dem Erfolg vor allem die Mentalität der Mannschaft lobt und ihr Comeback-Qualitäten zuschreibt, was Hoffnung für die K.o.-Runde macht (Stichwort: Selbstvertrauen nach späten Erfolgen) (Quelle: Süddeutsche). Der Spiegel berichtet kritisch über Freiburgs Chancenverwertung und hebt hervor, dass die späte Niederlage trotzdem als 'lehrreiche Erfahrung' betrachtet wird, die dem jungen Team für die kommenden KO-Spiele helfen könnte (Quelle: Spiegel). Die FAZ unterstreicht in einem Hintergrundartikel, wie eng es im deutschen Europapokalrennen derzeit zugeht und erläutert die unterschiedlichen Kaderstrategien von Stuttgart und Freiburg im Europapokalgeschäft (Quelle: FAZ).

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