Wall Street uneins – Microsoft rutscht kräftig ab

Die US-Börsen konnten sich am Donnerstag nicht auf eine klare Richtung einigen.

29.01.26 22:49 Uhr | 3 mal gelesen

An der Wall Street endete der Dow Jones mit einem leichten Anstieg bei 49.072 Punkten, was einen hauchdünnen Gewinn von 0,1 Prozent am Tagesende bedeutet. Anders sah es hingegen beim S&P 500 aus, der kurz vor Börsenschluss um 0,1 Prozent nachgab. Besonders heftig traf es die Technologiebörse Nasdaq, wo der Index um 0,5 Prozent absackte. Der große Aufreger war einmal mehr Microsoft: Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen fielen die Aktien zeitweise um zehn Prozent – und das, obwohl die Ergebnisse teils über den Erwartungen lagen. Allerdings blieb das Wachstum der ohnehin schon stark beachteten Azure-Sparte hinter den optimistischen Prognosen der Analysten zurück. Im Devisenhandel stabilisierte sich der Euro leicht auf 1,1966 Dollar. Während Gold um 0,6 Prozent nachgab und eine Feinunze für 5.384 Dollar gehandelt wurde, schoss der Ölpreis durch die Decke: Nordsee-Brent verteuerte sich um stolze 3,3 Prozent und notierte am Ende bei 70,65 Dollar pro Fass. – Kurzum: Ein Börsentag mit einem Hauch Drama und mehr Fragezeichen als Antworten.

Die Börsenentwicklung am Donnerstag spiegelte eine spürbare Unsicherheit an den US-Märkten wider. Microsofts Kurssturz, ausgelöst durch enttäuschende Wachstumszahlen der Cloud-Sparte, sorgt für Diskussionen über die weitere Entwicklung großer Tech-Unternehmen – dies in einem generellen Umfeld von Nervosität wegen wirtschaftlicher und geopolitischer Risiken. Öl bleibt gefragt, während Edelmetalle unter Druck stehen, und der Euro profitiert leicht von der aktuellen Marktlage. Neuere Berichte betonen, dass immer mehr Anleger auf die hohe Volatilität reagieren und verstärkt in sichere Anlagen wie Staatsanleihen und Bargeld umschichten. Auch der zunehmende Wettbewerb im Cloud-Geschäft, insbesondere durch Google und Amazon, belastet Microsoft weiter – Analysten beobachten die nächsten Quartale jetzt besonders aufmerksam. Ein anderer Punkt aus aktuellen Recherchen: Die Unsicherheit rund um US-Zinsentscheidungen und geopolitische Konflikte, wie etwa im Nahen Osten, schlagen zunehmend auf die Stimmung an den Finanzmärkten durch.

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