Was war das für ein Spiel – irgendwie typisch Bundesliga. Stuttgart und Leipzig, beide mit Ambitionen, beide mit ordentlich Dampf auf dem Platz. Zur ersten Halbzeit? Viel Laufarbeit, wenig Zählbares. Besonders Christoph Baumgartner auf Seiten von Leipzig hatte die wohl größte Möglichkeit zur Führung, verzieht aber knapp. Nach Wiederanpfiff dann der nächste Nervenmoment: Nicolas Seiwald köpft Richtung Stuttgarter Tor, doch Keeper Alexander Nübel klärt in letzter Sekunde, der Ball knallt an den Pfosten. Und dann – manchmal entscheidet eben ein Missgeschick: Marten Vandevoordt, der Leipziger Torwart, spielt im Aufbau zu ungenau. Chris Führich schnuppert die Chance, spielt zu Deniz Undav – und drin ist das Ding. Die Schwaben verteidigen danach mit klarem Kopf und lassen nichts mehr anbrennen. Leipzig bemüht sich, aber irgendwie fehlt der letzte Funke. Am Ende jubelt Stuttgart, und in der Tabelle zieht man sogar mit Hoffenheim gleich. Fußball kann so schlicht wie gnadenlos sein.
Stuttgart setzt sich in einem intensiven Heimspiel knapp gegen RB Leipzig durch. Matchwinner ist letztlich ein Fehler des ansonsten soliden Gäste-Torwarts Vandevoordt, den Undav eiskalt ausnutzt. Mit dem 1:0-Sieg behauptet sich der VfB weiter im Rennen um die Champions-League-Plätze. – Ergänzend finden sich aktuelle Stimmen und Analysen im Netz: So hebt die 'Süddeutsche Zeitung' hervor, dass die defensive Stabilität und der kontrollierte Ballbesitz die Grundlage für den Stuttgarter Erfolg gelegt haben. Die 'FAZ' betont zudem die mentale Stärke der Stuttgarter, insbesondere in Drucksituationen nach dem Führungstor. Nach Angaben der 'Zeit' könnte Leipzigs Niederlage im dichten Tabellen-Mittelfeld noch entscheidende Auswirkungen auf die Endplatzierungen haben. Die Diskussion um RBs fehlende Durchschlagskraft im Angriff bleibt ein heißes Thema.