Es war, als hätte jemand den Schalter auf Angriff gestellt. Schon in der sechsten Minute fand Felix Nmecha dank Vorarbeitsgenie Florian Wirtz das Netz für die DFB-Elf – ein Treffer, so sauber wie selten. Fast als Antwort aus Trotz glich Curacao 15 Minuten später aus; ein abgefälschter Schuss, bei dem Kimmich unglücklich als Umleiter agierte. Doch davon ließ sich Deutschland nicht beirren: Schlotterbeck köpft nach einer Ecke das 2:1, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Kurz darauf ein Elfmeter: Nmecha wird gefoult, Havertz bleibt cool und versenkt. Pause, alles unter Kontrolle – und dann legen die Deutschen richtig los. Musiala zieht nach Wiederanpfiff los, schließt aus spitzem Winkel ab. Brown, Undav und erneut Havertz bauen das Torverhältnis weiter auf, jeder Treffer sitzt wie ein Pinselstrich auf weißer Leinwand. Übrigens – Curacao hätte beinahe noch einen nachgelegt, aber Abseits, Glück für Neuer & Co. Gegen Ende fällt die Anspannung ein bisschen ab – vielleicht zu sehr, aber wer will es ihnen verdenken? Die Aufgaben gegen die Elfenbeinküste und Ecuador folgen, doch der Weg ins Sechzehntelfinale scheint schon (fast) gepflastert. Ein Auftakt, wie er im Buche steht … und, naja, ein bisschen schmunzeln muss man schon über das Endergebnis.
Deutschland setzt mit dem 7:1 gegen Curacao ein deutliches Signal zu Beginn der WM 2026. Besonders auffällig: Die Variabilität im deutschen Offensivspiel sowie die Zielstrebigkeit nach Ballverlusten. Einige Experten lobten vor allem das variable Angriffsdreieck aus Wirtz, Musiala und Havertz, das sich flexibel durch die karibische Defensive kombinierte – was Hoffnung auf mehr macht. Die Debatte über Defensive bleibt aber, besonders nach dem (abseitsbedingten) zweiten Curacao-Torversuch. Auch bemerkenswert: Die neuen Gesichter in der Startelf, etwa Nathaniel Brown und Deniz Undav, überzeugten mit Mut und Unbekümmertheit. Laut aktuellen Einschätzungen deutscher und internationaler Medien bleibt die Frage, ob die DFB-Elf diese Dominanz auch gegen die stärkeren Teams wird zeigen können. Ergänzend wird berichtet, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann die Rotation gegen die Elfenbeinküste bereits angekündigt hat und Deutschland weiterhin auf verletzungsfreie Keyplayer hoffen muss.