Gen Z sucht Sinn im Job: Gehalt und Purpose Kopf an Kopf

Die Prioritäten der jungen Generation verschieben sich: Während das Einkommen noch zählt, gewinnt der Sinn der Arbeit rapide an Einfluss. Laut aktueller UniNow-Umfrage sind 25 % der Studierenden auf der Suche nach Purpose, während 39 % noch das Gehalt als wichtigsten Faktor angeben. Flexibilität, Karrierechancen und Sicherheit rangieren deutlich dahinter.

heute 12:05 Uhr | 1 mal gelesen

Junge Menschen, insbesondere die sogenannte Generation Z, stellen zunehmend den eigentlichen Zweck ihrer Arbeit infrage. Nicht mehr nur das Gehalt entscheidet, sondern auch die Frage: Was bewirke ich eigentlich? Dieses diffuse Bedürfnis nach Sinn – nennen wir es ruhig den guten alten Purpose – rückt in eine überraschend zentrale Rolle. Arbeitgeber, das lässt sich kaum bestreiten, stehen vor der Herausforderung, ihre Unternehmensziele transparent und authentisch zu machen. "Zweck lässt sich nicht mit einem schicken Imagevideo herbeizaubern," meint Dr. Wolfgang Achilles von der Jobbörse Jobware mit einigem Nachdruck. Die Erwartungen gehen also weit über oberflächliche Corporate-Sprache hinaus: Studierende wollen wissen, ob ein Unternehmen tatsächlich Haltung zeigt – und zwar spürbar im Alltag, nicht nur auf der Website. Der Klassiker – das liebe Gehalt – bleibt mit 39 % an der Spitze der Wunschliste bei der Berufswahl, doch längst nicht mehr mit der Übermacht früherer Tage. Flexibilität ist für immerhin 16 % zentral, während Karriereleiter und Sicherheit ins Hintertreffen geraten: Gerade mal jeder Zehnte bewertet Aufstiegschancen oder Arbeitsplatzsicherheit als vorrangig. Was heißt das nun ganz praktisch für die kommenden Jahre? Bis 2026, so die Prognose, könnten Arbeitgebermarken, die wirklich glaubhaft zum Sinn ihrer Arbeit stehen, deutlich punkten – im Wettbewerb um die besten Köpfe. Die Zahlen stammen aus einer großangelegten Umfrage unter knapp 830 Studierenden in ganz Deutschland. Befragt wurden sie im Rahmen der App UniNow, die sich als Info-Knotenpunkt für alles rund ums Studium etabliert hat. Dass diese App rund 800.000 Nutzer aufweist, unterstreicht den wachsenden Einfluss des digitalen Campuslebens – und die Relevanz solcher Umfragen. Nebenbei bemerkt: UniNow gehört zur Jobware-Familie und ist datenschutzkonform TÜV-zertifiziert, was der ein oder anderen Studierenden-Seele ein wenig Beruhigung verschaffen mag. Für Unternehmen heißt das alles: Es reicht nicht mehr, gutes Gehalt zu bieten – Haltung zeigen, das ist die Eintrittskarte zum positiven Employer Branding. Vielleicht sogar zum Glücklichwerden.

Die Arbeitswelt verändert sich – vor allem durch den Wertewandel der Generation Z. Wo früher das Gehalt fast konkurrenzlos obenauf war, taucht jetzt der tiefere Sinn als zentrales Kriterium bei der Jobwahl auf. Das zeigt sich in den aktuellen Ergebnissen einer UniNow-Umfrage unter bundesweiten Studierenden, bei der knapp ein Viertel das Thema Purpose nach vorne stellt, ohne dabei allerdings das Gehalt gänzlich aus den Augen zu verlieren. Wer heute junge Talente gewinnen will, muss also nicht nur mit Zahlen, sondern auch mit überzeugender Haltung und gelebtem gesellschaftlichen Mehrwert überzeugen. Dies erklärt sich auch durch eine allgemein gestiegene gesellschaftliche Sensibilität für soziale Fragen, Nachhaltigkeit und Work-Life-Balance. Neuere Medienberichte betonen zudem, dass Unternehmen, die ihre Werte glaubhaft nach innen wie außen vertreten, im Kampf um Nachwuchskräfte eindeutig im Vorteil sind.

Schlagwort aus diesem Artikel