Kaum jemand in der Baubranche kommt am Deutschen Architektenblatt vorbei. Seit den späten 1960ern informiert diese Zeitschrift – ganze 140.000 Ausgaben monatlich, man muss es sich mal vorstellen – Architekt:innen, Stadtplaner:innen, Innenarchitekt:innen und Co. über Berufspolitik, Baukultur und was sonst noch durch den Alltag fegt. Nun nimmt Vogel Corporate Solutions (VCS) ab Januar 2026 das Ruder in die Hand und muss sich nicht an Kleinigkeiten abarbeiten: Die Redaktion, das Layout, die digitale Präsenz, alles geht in neue Verantwortlichkeiten über.
Im Pitch, also dieser Art geschliffenem Präsentieren-wie-im-Haifischbecken, hat sich VCS mit der Idee eines Multichannel-Gesamtkonzepts durchgesetzt – Print und Digital eng verzahnt, nicht mehr als Inseln, sondern als Netzwerk. Künftig besteht das DAB nämlich nicht bloß aus Papier, sondern verschmilzt zum Medienhub: Magazine, Webseite, Newsletter, Social Media. Eva Maria Herrmann, ihres Zeichens Architektin und Journalistin, steuert das Schiff inhaltlich gemeinsam mit einem Team und bleibt dabei eng an den Kammern der Länder und an der BAK dran.
Andrea Gebhard, Präsidentin der BAK, spricht von einer spannenden Aufgabe: Das DAB ganz neu denken, eine Plattform bauen, auf der Community und Austausch mehr als Schlagworte sind. Cathrin Urbanek ergänzt, das Ziel sei eine anpackende Medienmarke – und VCS der Partner, der das nicht nur sagt, sondern kapiert und umsetzt. Lutz Thalmann von VCS unterstreicht, wie reizvoll das Projekt ist: Vielfalt, fachliche Tiefe, Austausch zwischen Regionen – alles soll künftig im DAB (online wie gedruckt) gespiegelt werden.
Natürlich, auch die wirtschaftliche Seite bleibt bedacht: Die Transformation zum Mediennetz bietet für Werbepartner neue Chancen – speziell, um Zielgruppen direkt und ohne Umweg zu erreichen. Wer will, kann sich auf dasneuedab.de selbstein Bild machen, ob das neue Medienhaus hält, was es verspricht.
Kontakt? Presse kann man nachfragen: Gunther Schunk, Vogel Communications Group. Aber das nur nebenbei.
Mit der Übernahme durch Vogel Corporate Solutions steht dem Deutschen Architektenblatt ein echter Wandel ins Haus: Das bekannte Fachmedium wird ab 2026 digitaler und vielfältiger, dabei eng an den bisherigen Stärken orientiert. Die Integration von Print, Web, Newslettern und sozialen Medien spricht sowohl Stammleser aus allen Architekturbereichen als auch eine neue, vernetzte Zielgruppe an. Dank der inhaltlichen Leitung von Eva Maria Herrmann und der Kooperation mit Bundes- und Landesarchitektenkammern soll das DAB darüber hinaus als Ort für fachlichen Austausch, berufspolitische Debatten und innovative Baukultur auftreten.
Recherchen aus den letzten beiden Tagen zeigen, dass die Transformation von Branchentiteln ins Digitale auch andernorts Thema ist: Viele etablierte Medien in Deutschland stellen auf Multichannel-Strategien um, um jüngere Zielgruppen zu erreichen und Werbeformate neu zu denken. Themen wie Nachhaltigkeit, Diversität in der Bauwelt und die Digitalisierung von Planungsprozessen werden in Fachmedien immer präsenter – nicht selten ausgelöst durch solche Umstrukturierungen. Gerade vor dem Hintergrund des Mangels an Nachwuchsarchitekt:innen und sich wandelnder Anforderungen an urbane Räume gilt das DAB schon jetzt als Schaltzentrale fachlicher und gesellschaftlicher Diskurse. VCS steht damit unter Zugzwang, das Magazin inhaltlich wie gestalterisch wirklich weiterentwickeln zu müssen.