Wer glaubt, Karneval in NRW sei eintönig, irrt gewaltig: Wie jedes Jahr stürzt sich der WDR mit voller Kraft ins narrische Chaos. Für ausdauernde Jecken und Karnevalsneulinge gibt es das volle Programm im Fernsehen, Radio und online – zum Aufwärmen, Pausieren oder Nachfeiern. Übersicht und Sendetipps findet man auf den bekannten WDR-Seiten (ardmediathek.de/wdr/karneval, karneval.wdr.de und wdr4.de). Auf Instagram werden Impressionen und spontane Momente unter @wdrjeck geteilt – mal ehrlich, neben Strüßje und Kamelle ist so ein Live-Update Gold wert.
Der Thementag ‘Wir lieben Karneval’ eröffnet am Samstag, 7. Februar, das Feuerwerk: Geschichten, Dokus und Portraits kölscher Größen bringen die jecke Welt nach Hause. Tipp für Lesefreudige und Besserwisser: Marc Metzgers Karnevalslexikon sorgt abends für Aha-Momente.
Am 12. Februar, zur Weiberfastnacht, hält der WDR mit ‘Weiber live’ zwischen feiernden Frauen im Rheinland mit bewegten Bildern dagegen; danach bringt das Karnevalshit-Ranking Stimmung ins Wohnzimmer – trimediale Übertragung sei Dank.
Die legendäre Stunksitzung, die am selben Tag nachts läuft, nimmt abermals die politischen Wirren aufs Korn. Auch der Rosenmontag bleibt ein Must-See: Köln und Düsseldorf liefern großformatige Züge, die sowohl Tradition als auch Biss in die Wohnzimmer transportieren. Apropos politischer Biss – Jacques Tillys Persiflagewagen erregen, nicht zuletzt aufgrund eines internationalen Streits um seine Putin-Karikaturen, in diesem Jahr besonders viel Aufmerksamkeit.
Das Divertissementchen am 14. Februar mischt Musik, Klamauk und großes Jubiläum rund um Konrad Adenauer, während der Rosenmontagszug unter ‘ALAAF – Mer dun et för Kölle!’ wie gewohnt zigtausende vor Ort und Millionen im TV mitriss.
Den Abschluss der jecken Tagen markiert ‘Westfalen haut auf die Pauke’ im altehrwürdigen Münsterland-Saal – 60 Jahre lustige Gala treffen auf 100-jähriges Hallenbestehen. Zwischen Konfetti, spitzen Reden, umstrittenen Karikaturen (Stichwort: Tilly), ausgelassenen Schulkindern und ausgelassener Musik bekommt man mehr als Humor: auch eine kleine, kunterbunte Gesellschaftsanalyse. Und egal, ob das alles perfekt arrangiert oder herrlich improvisiert wirkt – am Ende gilt: Jeder fiert er, wie er kann.
Der WDR kurbelt 2026 den Karneval in NRW mit einer Programmvielfalt an, die im deutschen Rundfunk ihresgleichen sucht: Vom traditionellen Auftakt mit kölschem Lokalkolorit über die zeitgeistige Stunksitzung bis hin zu politischen Pointen und bunten Straßenzügen. Besonderes Aufsehen erregt dieses Jahr erneut der Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly, dessen Mottowagen zur gesteigerten russischen Kritik und zu politischer Solidarität in Deutschland führen. Neu in dieser Session: Der ‘närrische Spiegel’ als Ehrung in Düsseldorf sowie ein Jubiläum für Westfalens große Gala. Konrad Adenauers Geburtstag wird musikalisch umrahmt, und digitale Formate verbreitern das Karnevals-Feeling auf Instagram & Co. Die gesellschaftlich zugespitzten Persiflagen werden deutschlandweit als Signal für Meinungsfreiheit und Toleranz verstanden. Aktuelle Recherchen belegen zudem eine gestiegene Zahl von Livestream-Zuschauenden und ein wachsendes, junges Publikum durch Social Media. Die Sicherheitsdiskussion infolge internationaler Spannungen bestimmt 2026 den Karneval ebenso wie die Sorge vor Kommerzialisierung und die Freude an alten Traditionen.