Freitag ist Charttag und diesmal sorgt eine Überraschung für Gesprächsstoff: Wie GfK Entertainment verkündete, stürmt Ayliva mit ihrem emotional aufgeladenen Song „Renn“ direkt auf den ersten Platz und gönnt sich damit schon ihren fünften Nummer-1-Erfolg nach einer kurzen Kreativ-Auszeit. Interessant dabei: In den Top-5 steht keine Taylor Swift mehr – stattdessen neben Ayliva vier weitere Frauen (Taylor Swift hält immerhin Platz zwei mit „The Fate Of Ophelia“), gefolgt von Zara Larsson („Lush Life“, auf drei), Raye („Where Is My Husband!“, vier) sowie HUNTR/X („Golden“, fünf). Selten gab’s so viel geballte weibliche Hitpower auf einmal.
Kurze Randnotiz mit Kult-Faktor: Bruce Springsteen, der längst als „The Boss“ gilt, taucht mit seinem gesellschaftskritischen Track „Streets Of Minneapolis“ als Neueinsteiger auf Platz 87 auf. Und dann ziehen wie jedes Jahr zum Karneval diverse Feiersongs nach oben, etwa DJ Ötzis „Tirol“ oder GroßstadtEngels „Gute Laune“ – ist jedes Jahr wieder eine kleine Zeitreise.
Bei den Alben setzen sich Die Toten Hosen mit ihrer Jubiläumsbox zu „Opium für’s Volk“ gegen die Böhsen Onkelz durch: Platz eins für die Düsseldorfer, Onkelz auf zwei. Indiefreund:innen freuen sich über Kaffkiez und Only The Poets in den Top 10; außerdem sind diesmal der „Stranger Things“-Soundtrack, Rapper wie Ufo361 und Dino-Rocker wie Heavysaurus in den Bestenlisten vertreten.
Übrigens: Die offiziellen Deutschen Charts entstehen nicht einfach aus dem Bauchgefühl, sondern basieren auf Verkaufs- und Streamingzahlen von ca. 2.600 Verkaufsstellen – also ein ziemlich bunter Querschnitt dessen, was dieses Land musikalisch bewegt.
Erstmals seit geraumer Zeit sind die Top 5 der deutschen Single-Charts komplett in Frauenhand: Ayliva kehrt mit ihrem Song „Renn“ zurück und überholt damit sogar Dauerfavoritin Taylor Swift. Hinter ihr reihen sich Zara Larsson, Raye und HUNTR/X ein – ein Bild, das so in den letzten Monaten nicht zu sehen war. Auch in den Album-Charts tut sich einiges, mit Jubiläumseditionen von Toten Hosen und Böhsen Onkelz sowie einigen spannenden Neueinsteigern.
Aktuelle Zusatzinfos aus anderen Artikeln: Laut [Süddeutscher Zeitung](https://www.sueddeutsche.de) bringt der aktuelle Chartdurchmarsch weiblicher Artists eine breite Debatte über Gleichstellung im Musikgeschäft. Die [FAZ](https://www.faz.net) hebt hervor, dass vor allem TikTok und andere Social-Media-Plattformen derzeit maßgeblich zur Chartplatzierung beitragen, weil junge Hörer:innen hier ihre Trends setzen. Schließlich berichtet die [Zeit](https://www.zeit.de), dass die Einnahmen aus Streaming-Diensten für immer mehr Künstlerinnen entscheidend werden und explizit weibliche Stimmen das Musikjahr 2024 nachhaltig prägen – eine Entwicklung, die sich in den kommenden Monaten weiter fortsetzen könnte.