Künstliche Intelligenz steckt längst nicht mehr nur in Zukunftsromanen, sondern geistert munter durch Klassenzimmer, Smartphones und Familiengespräche. Unter der Überschrift „KI and me. In künstlicher Beziehung.“ fragt der Safer Internet Day 2026 nach der Bedeutung digitaler Helfer: Wie verändern KI-Chatbots und virtuelle Begleiter unsere Gespräche, unser Lernen und den Blick auf menschliche Nähe? Die Bandbreite der Aktionen reicht von interaktiven Workshops bis zu offenen Diskussionsrunden – ein richtiges Feuerwerk der Debatte.
Neben klicksafe tragen auch eco, FSM, jugendschutz.net und die Nummer gegen Kummer e.V. dazu bei, Kindern, Eltern und Lehrenden fundierte Orientierung an die Hand zu geben. Dabei bleiben die kritischen Seiten nicht unerwähnt: KI löst zwar Hausaufgaben, lässt uns aber manchmal auflaufen, wenn es um echtes Miteinander geht. Bundesministerin Karin Prien warnt, KI könne weder trösten noch Widerspruch leisten – echte Beziehungen entstehen im Offline-Leben. Genau da, wo keine Algorithmen im Hintergrund rechnen.
Ministerpräsident Alexander Schweitzer unterstreicht, dass Eltern vor neuen Herausforderungen stehen, während junge Menschen nicht nur Gefahren, sondern auch Potenziale sehen sollen. Die klicksafe Schulstunde – der Dauerbrenner unter den SID-Angeboten – gibt Gelegenheit, KI zu hinterfragen: Wo sind KI-Bots hilfreich, wo geraten sie an ihre Grenzen? Dieser Mix aus Reflexion, Experiment und Austausch kommt an: Mit mehr als 50.000 jugendlichen Teilnehmenden geht die Nachfrage durch die Decke. Deborah Woldemichael von klicksafe sieht darin Ansporn, weiterhin altersgerechte Debatten und Materialien bereitzustellen.
Alle Mitmachangebote, Materialien und interaktive Landkarten gibt’s auf klicksafe.de/sid. Eltern sowie Fachleute finden Infos zu Beschwerden, Beratung und Hilfen bei Partnern wie FSM, eco, jugendschutz.net und Nummer gegen Kummer. Wer sich einmischt – oder erstmal nachfragt – leistet bereits einen Beitrag für ein gesundes, medienkompetentes Aufwachsen im Netz.
Der Safer Internet Day 2026 macht die Chancen und Risiken von KI-Begleitern für Jugendliche öffentlich zum Thema. Über die bewährte klicksafe Schulstunde hinaus werden in ganz Deutschland vielfältige Aktionen geboten, bei denen Jugendliche, Eltern und Lehrende kritisch über die Rolle von Künstlicher Intelligenz reflektieren und die Grenzen digitaler Ratgeber ausloten. Die Partner von Safer Internet DE – klicksafe, eco, FSM, jugendschutz.net und Nummer gegen Kummer – stellen Materialien, Beratungsangebote und Beschwerdestellen bereit, damit die vielschichtigen Herausforderungen des digitalen Aufwachsens bewältigt werden können. Neuere Entwicklungen aus der Recherche zeigen zudem, wie dynamisch sich digitale Strategien zum Kinderschutz und Medienkompetenz-Training derzeit weiterentwickeln: Laut der Süddeutschen Zeitung verlagert sich die Bildungsarbeit zunehmend in den digitalen Raum, wo interaktive Lehrformate und Live-Sessions mit direkter pädagogischer Begleitung an Bedeutung gewinnen. Die taz berichtet über Initiativen einzelner Bundesländer, die gezielt auf die Risiken KI-gestützter Deepfakes und Cybermobbing in Schulen aufmerksam machen und Planspiele sowie Rollentrainings in den Unterricht integrieren. Parallel dazu beobachtet die ZEIT, dass Eltern und Lehrkräfte vermehrt digitale Checklisten, Fakten-Workshops und vertrauliche Beratungstools nutzen, um Jugendliche bei Fragen rund um KI, Privatsphäre und respektvolle Kommunikation im Netz aktiv zu begleiten. So bildet sich ein vielseitiges Unterstützungsnetz, das über den Aktionstag hinaus wirksam bleibt.