Rettung aus der Luft – Die 112 als europäischer Lebensanker am 11. Februar

Filderstadt – Im Ernstfall schleicht die Zeit. Wer bei Gefahr die 112 wählt, kann Leben retten. Heute, am Europäischen Tag des Notrufs, rückt diese Notrufnummer ins Rampenlicht: In allen EU-Staaten verbindet sie uns mit der Hilfe, die zählt. In Deutschland aktiviert ein einziger Anruf eine Rettungskette – manchmal sogar samt Hubschrauber, wenn es drauf ankommt.

heute 15:15 Uhr | 3 mal gelesen

Es gibt Situationen, in denen der Sekundenzeiger bedrohlich tickt. Heutzutage reicht ein Griff zum Handy und die 112 verbindet direkt mit einer Leitstelle, die in Windeseile alles Nötige veranlasst – Rettungswagen, Notarzt, und, wenn es sein muss, den Rettungshubschrauber. Viele ahnen gar nicht, wie reibungslos diese komplexe Rettungskette arbeitet. Der Europäische Tag des Notrufs am 11. Februar will ins Gedächtnis rufen, wie essenziell diese Nummer ist, besonders wenn’s wirklich ernst ist: Herzinfarkt? Verkehrsunfall? Vergiftung? Dann zählt jede Sekunde und die 112 gilt es zu wählen. In so einem Fall schreiten Profis auf allen Ebenen ein: Leitstelle, bodengebundener Rettungsdienst, Luftrettung – jeder Laufmeter, jede Flugminute kann oft Hoffnung bedeuten. Die Luftrettung, beispielsweise die DRF Luftrettung, springt immer dann ein, wenn es besonders brenzlig wird – Schwerverletzte, Herz-Kreislauf-Stillstand, Unfälle am entlegenen Ort. Sie ist an zahlreichen deutschen Standorten nicht nur tagsüber, sondern teilweise auch nachts und bei schlechter Sicht bereit. Teamarbeit ist hier das A und O, alles mit dem Ziel, die Prähospitalzeit – also die Zeit bis zum Eintreffen im Krankenhaus – so kurz wie möglich zu halten. Wer keinen echten Notfall hat, für den ist weiterhin der Bereitschaftsdienst unter 116117 erreichbar – das unterscheidet die 112 von anderen Nummern. Die Notwendigkeit von gut geschultem Personal und moderner Technik ist offensichtlich, nur so kommen Diagnose und Therapie schon am Unfallort an, was Kosten und Folgen minimiert. Die Gesellschaft hinter den “roten Engeln”, die DRF Luftrettung, engagiert sich auch auf politischer Ebene für reibungslose Rettung über Kreis- und Landesgrenzen hinweg. Und sie fordert Ausbau: mehr Technik, mehr Nachtflüge, bessere Wetterbedingungen für Einsätze. Übrigens: Der Europäische Tag des Notrufs ist längst mehr als eine Gedenkstätte für die 112 – er soll ein Weckruf sein, die Nummer im Gedächtnis zu verankern. Seit 2009 steht dieser Tag auch symbolisch für den Zusammenhalt Europas – schnelle Hilfe, grenzenlos. Die DRF Luftrettung selbst ist von 33 Standorten flächendeckend aktiv, Tag und Nacht, mit Rettungswinden und Spezialausstattung. Grob gesagt: Wer die Zeit drängt, der zählt auf die 112 – und die Retter, die sich dahinter verbergen.

Der Europäische Tag des Notrufs 112 am 11. Februar erinnert daran, wie entscheidend die europaweite Notrufnummer im Ernstfall ist. Die DRF Luftrettung spielt in Deutschland dabei eine Schlüsselrolle und hilft mit modernster Technik und viel Routine, Notfallpatienten schnell zur bestmöglichen Versorgung zu bringen. In Deutschland ist die 112 seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Rettungskette und ihre europaweite Gültigkeit stärkt nicht nur den Zusammenhalt, sondern leistet auch praktische grenzüberschreitende Notfallhilfe, wie zum Beispiel bei Kooperationsprojekten zwischen deutschen und dänischen Rettungsdiensten. Ergänzend zur ursprünglichen Meldung: Laut aktuellen Berichten aus verschiedenen deutschen Medien stehen die Notdienste der EU derzeit durch Personalmangel teils unter massiven Druck, was die Politik zu Reformüberlegungen zwingt, insbesondere mit Fokus auf Digitalisierung und flexiblere Einsatzstrukturen. In Brüssel fand anlässlich des Tags des Notrufs eine Konferenz statt, bei der die Optimierung digitaler Notrufsysteme, wie eCall und Next Generation 112, sowie deren Ausweitung auf weitere Länder diskutiert wurden. Experten hoben außerdem hervor, wie Fake-Notrufe und ständiges Fehlleiten von Anrufen die Arbeit der Rettungskräfte erschweren und forderten bessere Aufklärung in der Bevölkerung und gezieltere technische Maßnahmen.

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