AfD und Linke lehnen Social-Media-Sperre für Jugendliche ab

Sowohl die AfD als auch die Linke sprechen sich deutlich gegen die Einführung eines generellen Social-Media-Verbots für unter 16-Jährige aus – eine Idee, die derzeit von Teilen der CDU ins Spiel gebracht wird.

heute 16:00 Uhr | 4 mal gelesen

Alice Weidel, die Parteichefin der AfD, hält wenig von einem generellen Verbot sozialer Medien für Jugendliche. Ihrer Ansicht nach sollten Eltern ihren Kindern einen gewissenhaften Umgang mit digitalen Plattformen beibringen; so ein Erziehungsauftrag sei weitaus nachhaltiger als Verbote, die beispielsweise X oder Instagram für Teenager tabuisieren würden. Auch Heidi Reichinnek, Fraktionsvorsitzende der Linken, äußerte sich ähnlich: 'Anstatt Jugendlichen einfach einzuschränken, sollte unser Fokus auf der Vermittlung von Medienkompetenz liegen – und nicht auf pauschalen Verboten.' Sie kritisiert zudem, dass die EU-Plattformregulierung noch zu wünschen übriglasse, zum Beispiel bei der Offenlegung von Algorithmen oder bei der konsequenten Löschung rechtswidriger Inhalte. Es brauche kreativere Lösungen, so Reichinnek, und politische Verantwortung dürfe sich nicht darin erschöpfen, Sozialmedien für Minderjährige zu blockieren. Junge Menschen hätten ein Anrecht darauf, sich im digitalen Raum zu bewegen und mitzuwirken. Ein Komplettverbot, so der Tenor, sei eine zu simple Lösung für ein vielschichtiges Problem.

Die Debatte um ein Social-Media-Verbot für Jugendliche bleibt hitzig: AfD und Linke widersprechen den CDU-Plänen deutlich und stellen die Bedeutung von elterlicher Verantwortung sowie die Förderung von Medienkompetenz in den Vordergrund. Sie kritisieren die bislang mangelhafte Regulierung der Plattformen auf EU-Ebene, insbesondere bei Transparenz und dem Schutz vor illegalen Inhalten, und wollen den Fokus mehr auf Aufklärung und Teilhabe legen, statt Jugendlichen pauschale Grenzen zu setzen. Aktuelle Recherche zeigt, dass diese Diskussion vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über Jugendschutz im Netz geführt wird, aber ein pauschales Verbot laut vieler Expertinnen und Experten eher die Probleme verschärfen als lösen könnte, da Jugendliche kreativ Wege finden, technische Sperren zu umgehen und ihre Teilhabe an gesellschaftlichen Debatten sowie ihre Entwicklung somit eingeschränkt würden.

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