SPD ringt um Rentenzukunft – Widerstand gegen Kursänderung

Innerhalb der SPD-Fraktion regt sich verlangsamender Widerstand gegen geplante Korrekturen am Rentensystem, die zu Lasten der gesetzlichen Rente gehen könnten.

heute 00:03 Uhr | 5 mal gelesen

Bernd Rützel, SPD-Abgeordneter und erfahrener Sozialpolitiker, hebt hervor: "Die gesetzliche Rente – das ist unser Rückgrat im Alter. Sie hat in trüben Zeiten standgehalten und soll das auch weiterhin tun." Rützel sieht vor allem jene Menschen im Fokus, die keine Möglichkeit haben, nebenbei zu sparen oder Vermögen anzuhäufen – tatsächlich sei das die Mehrheit in Deutschland. "Wir dürfen das Feld nicht den Versicherern und Fondsgesellschaften überlassen; es geht nicht um deren Gewinn, sondern um Lebensleistung und Würde im Alter." Die viel diskutierte Rentenreformkommission werde bald konkrete Empfehlungen vorlegen, doch für Rützel steht fest: "Eine Anhebung des Renteneintrittsalters ist für mich keine gangbare Option. Wer sein Leben lang schwer gearbeitet hat, für den wäre das pure Härte – quasi eine Rentenkürzung unter einem anderen Namen." Bundeskanzler Merz (CDU) brachte zuletzt Schwung in die Debatte: Er fordert mehr Fokus auf betriebliche und private Vorsorge. Seiner Ansicht nach könnte ein solcher Paradigmenwechsel die Antwort auf die Herausforderungen der Zukunft sein – ganz anders als es große Teile der SPD-Fraktion sehen.

In der SPD wächst der Unmut gegen Überlegungen, die gesetzliche Rente zugunsten privater oder betrieblicher Altersvorsorge zurückzudrängen. Viele Abgeordnete – allen voran Bernd Rützel – betonen, dass ein Großteil der Bevölkerung einzig auf die gesetzliche Rente angewiesen sei. Der Ruf nach einer Erhöhung des Renteneintrittsalters stößt ebenfalls auf massive Ablehnung, da körperlich hart Arbeitende jetzt schon kaum bis zum regulären Rentenalter durchhalten. Immer wieder steht dabei zur Debatte, wie das System stabil zu halten ist, während die CDU mittlerweile auf einen grundlegenden Kurswechsel setzt. Ergänzend berichten andere Medien aktuell von ähnlichen Kontroversen: Die Bundesregierung ringt weiterhin um Vorschläge für das geplante „Generationenkapital“, diskutiert wird, wie Millionen EU-Bürger in Deutschland bei ihrer Vorsorge berücksichtigt werden sollten und die zentralen Sozialverbände warnen vor Altersarmut, falls die gesetzliche Rente geschwächt wird.

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