Rita Süssmuth: Staatsakt angekündigt – Deutschland nimmt Abschied

Bundespräsident Steinmeier hat für die verstorbene ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth einen offiziellen Staatsakt ins Leben gerufen.

heute 11:57 Uhr | 3 mal gelesen

Am Montag gab das Bundespräsidialamt bekannt, dass zu Ehren von Rita Süssmuth ein Staatsakt stattfinden wird. Das Parlament übernimmt die Organisation. Anlass ist der Tod der bekannten CDU-Politikerin, die am Sonntag im Alter von 88 Jahren verstorben ist. Sie prägte die Bundespolitik mehrere Jahrzehnte – zunächst als Ministerin für Jugend, Familie und Gesundheit und danach als Präsidentin des Bundestags. In seinem Nachruf beschrieb Steinmeier Süssmuth als "herausragende Persönlichkeit und leidenschaftliche Demokratin". Besonders habe sie sich den Weg für Gleichstellung gebahnt – mit Mut, Ausdauer, Humor und echter Überzeugungskraft. Es scheint fast selbstverständlich, aber dennoch erwähnenswert: Süssmuth war eine der wenigen Frauen ihrer Zeit in solch hohen Ämtern.

Rita Süssmuth galt als Pionierin für Frauenrechte in Deutschland und setzte sich unermüdlich für Gleichberechtigung, Familienpolitik und Integration ein. Insbesondere ihre Arbeit als Bundestagspräsidentin und als Befürworterin der Öffnung Deutschlands für Migration prägten das politische Klima nachhaltig. Innerhalb der CDU erlebte sie nicht nur Rückenwind, sondern musste sich auch gegen Widerstände behaupten – was ihren Ruf als unbeirrbare Reformerin bis heute prägt. Laut Medienberichten werden zahlreiche Weggefährt:innen, Politiker:innen und auch Bürger:innen aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen beim Staatsakt erwartet, um Abschied zu nehmen. Rita Süssmuth stand für Dialogbereitschaft und versuchte stets, Brücken zu bauen – selbst in Zeiten großer politischer Spannungen.

Schlagwort aus diesem Artikel