Menschen statt Maschinen: EDEKA zeigt mit überraschender Kampagne Flagge für eine menschliche Arbeitswelt

Hamburg – Ein Roboter, der Jugendliche beim Berufsstart überflüssig machen könnte? Klingt absurd und ist doch genau die Pointe: Mit einem verspielten Kampagnenvideo stiftet EDEKA aktuell Diskussionsstoff. Ganz klar wird dabei – trotz Fortschritt und digitalem Wandel bleibt der Schlüssel im Handel schlicht und einfach der Mensch.

heute 13:28 Uhr | 4 mal gelesen

Die neue Azubi-Initiative von EDEKA setzt recht geschickt einen Kontrapunkt zum alles digitalisierenden Zeitgeist – und das mit einem Mix aus Ironie und Ernsthafter Botschaft. Junge Leute stehen irgendwie zwischen Wunsch nach sicherem Job und der Unsicherheit, ob KI ihnen nicht doch irgendwann alles wegschnappt. Peter Keitel aus dem EDEKA-Vorstand bringt es dabei auf den Punkt: Menschen liefern im Lebensmitteleinzelhandel nicht nur Waren, sondern auch Haltung, Begeisterung und eine Extraportion Alltäglichkeit. Natürlich lobt er die vielen Ausbildungsangebote – tatsächlich sind es mehr als 50 Berufe plus duale Studiengänge – und malt das Bild eines krisenfesten Arbeitgebers mit dem berühmten Schulterschluss zwischen Tradition und Technik. Die Social-Media-Offensive (vor allem auf TikTok und Instagram) spielt erst mit der Roboterfantasie, um sie im zweiten Schritt mit echten Gesichtern und Geschichten zu kontern: 'Wir wissen auch nicht, was die Zukunft bringt. Aber wir wissen, was sie braucht: Dich.' Die lockeren Reels zeigen Azubis als quirliges Pendant zur Technik – tatsächlich die 'Maschinen', die den Laden am Laufen halten. Mit einem Fuß im Supermarkt, mit dem anderen in Logistik und IT, lädt EDEKA die junge Generation ein, sich praktisch auszutoben und auszuprobieren. Es steckt eine deutliche Aufforderung drin, die eigenen Stärken und Träume nicht vor lauter Robotik-Gespenst aus dem Blick zu verlieren. Links zu den Kanälen gibt's natürlich auch, denn was wäre eine Azubi-Kampagne ohne Insta-Auftritt? Der EDEKA-Verbund, mittelständisch, genossenschaftlich, überall in Deutschland ein bisschen anders – groß gedacht mit über 3.200 eigenständigen Kaufleuten, sieben Großhändlern und einer Hamburger Zentrale, die zwischen Werbekampagnen und Warenströmen jongliert. Streamingfähiger Kurzfakt: 75,3 Milliarden Umsatz im Jahr 2024, 413.000 Angestellte, mehr als 19.000 Azubis und ein Portfolio vom schnörkellosen Discount bis zum Nachhaltigkeitsexperiment. In der Biografie des deutschen Einzelhandels steht EDEKA ganz vorne – und lässt das mit der KI, zumindest im Azubiumfeld, erstmal die anderen machen. (Und falls jemand nachfragt: Die Kontaktdaten fürs Pressebüro sind im Ernstfall greifbar – wie eh und je.)

EDEKA setzt 2026 ein deutliches Zeichen für die Bedeutung des Menschen im Handel und legt mit seiner ironisch-verspielten Ausbildungskampagne den Finger auf die Debatte um Automatisierung und Künstliche Intelligenz. Der Lebensmittelriese hebt hervor, dass technischer Fortschritt Unterstützung leisten, doch Empathie, Kreativität und Engagement nicht ersetzen kann. Tatsächlich gehört EDEKA mit fast 20.000 Azubis zu den größten Ausbildern Deutschlands und betont die Vielfalt und Krisensicherheit, die eine Karriere im traditionsreichen Verbund bieten kann – von klassischen Märkten bis zu nachhaltigen Innovationen. Durch Internetrecherche wurden mehrere aktuelle Berichte gefunden, die vertiefend Einblicke bieten: So diskutieren Artikel bei der Süddeutschen Zeitung etwa, wie Einzelhandelskonzerne trotz KI-Nutzung gezielt auf persönliche Kompetenzen setzen; bei t3n werden Herausforderungen der Nachwuchsgewinnung im digitalen Wandel aufgegriffen; und die FAZ analysiert, weshalb die Mehrzahl der Berufseinsteiger:innen weiterhin soziale und sichere Arbeitsfelder statt vollautomatisierter Jobs bevorzugt.

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