Zwischen Zugfahrten, Theaterbühnen und Lesesälen – Mona Ameziane, bekannt für ihren authentischen Umgang mit Literatur, lädt in der „Buch-Lounge“ regelmäßig zum Austausch mit Autorinnen und Autoren. Das Erfolgsgeheimnis? Sie begegnet ihren Gesprächspartner:innen auf Augenhöhe, taucht aber gleichzeitig tief in Themen ein, die oft im Schatten des Buchrummels stehen. Die dritte Staffel startet mitten im kulturell brodelnden Chemnitz: Hier trifft Ameziane auf Caroline Wahl, die aus ihrer Perspektive einen schonungslos ehrlichen Blick auf die glitzernden und dunklen Ecken der Verlagswelt wirft – Macht, Widerstandskraft und Selbstbehauptung inklusive. Paula Irmschler hingegen bringt das Publikum mit ihrem typischen, trockenen Humor durch eine Mutter-Tochter-Geschichte – ehrlich, manchmal rau, aber immer nachvollziehbar.
Im Wochenrhythmus folgen weitere Begegnungen. Saarbrücken ist Schauplatz zweier literarischer Debüts: Kurt Prödel und Dominik Bollow beleuchten Herkunft und Erwachsenwerden aus individuellen Blickwinkeln. Berlin bildet die Bühne für tiefe Reflexionen über Liebe, Trennung und was bleibt, wenn alles anders wird: Die Autorinnen Anika Decker und Jacqueline Scheiber sprechen nicht nur über ihre Bücher, sondern auch über das, was sie antreibt.
Abschließend wird in Augsburg der Bogen zu Themen wie Selbstoptimierung und familiäre Identität gespannt. Verena Keßler und Franziska Gänsler machen keinen Hehl daraus, dass Literatur manchmal genau dort beginnt, wo man auf eigenen Schmerz oder alte Erinnerungen stößt. Jeden Mittwoch eine neue Folge, handgemacht und voll ehrlicher Gespräche – zum Nachhören in der ARD Audiothek oder auf ardkultur.de.
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Die dritte Staffel der "Buch-Lounge"-Podcastreihe, moderiert von Mona Ameziane, startet am 4. Februar und präsentiert literarische Gespräche, die an unterschiedlichen Orten in Deutschland mit Publikum aufgezeichnet wurden. Im Verlauf der Staffel werden Themen wie Machtstrukturen in der Verlagsbranche, Identitätsfindung beim Erwachsenwerden sowie familiäre Umwälzungen und Selbstfindung diskutiert, wobei sich die eingeladenen Autor*innen stets persönlich und offen geben. Die ARD Audiothek und ardkultur.de veröffentlichen die neuen Folgen ab Februar jede Woche mittwochs; hinzu kommt, dass Podcasts und Literaturformate aktuell einen Aufschwung erleben – Medien berichten über das wachsende Interesse an literarischen und gesellschaftlichen Podcasts, beispielsweise im Zuge des steigenden Podcast-Konsums in Deutschland oder der Debatten um Diversität und Öffnung der Feuilletons. Außerdem ist zu beobachten, dass auch im Jahr 2024 viele kulturelle Podcasts verstärkt auf Live-Events setzen, um das Gemeinschaftserlebnis von Literatur hervorzuheben (Quelle: [Deutschlandfunk Kultur]). Gerade Städte wie Chemnitz, Kulturhauptstadt Europas 2025, nutzen diese Dynamik für neue Kulturformate und Vernetzung. Insgesamt zeigt sich: Die Kombination aus Live-Erlebnis, Podcast und direktem Austausch trifft den Puls der Zeit.