Wer heute im Bauingenieurwesen oder verwandten technischen Feldern unterwegs ist, weiß: Neue Technologien, geänderte Normen – manchmal kommt man kaum hinterher. Und während viele von uns den Überblick über qualifizierte Weiterbildungen längst verloren haben, kommt mit www.fortbildung.ing eine Lösung ins Spiel, die fast zu gut klingt, um wahr zu sein. Alle Angebote der deutschen Ingenieurkammern in einer einzigen, übersichtlichen Datenbank? Klingt nach einer Selbstverständlichkeit, war aber bis vor kurzem weit entfernt von der Realität.
Die Plattform ermöglicht es Nutzer:innen, gezielt nach Seminaren, Workshops oder Onlinekursen zu stöbern und nach Interessen sowie Fachgebieten zu filtern. Tragwerksplanung, Brandschutz, Digitalisierung, Rechtliches – alles dabei. Wer hätte gedacht, dass man einmal mit wenigen Klicks von den Grundlagen bis zur Fortgeschrittenenentwicklung alles auf dem Schirm hat? Erwähnenswert: Nicht nur Mitglieder dürfen teilnehmen. Das schafft Möglichkeiten, gerade für Berufswechsler:innen oder Leute, die quer einsteigen möchten oder einfach Appetit auf neues Wissen entwickeln.
Dr.-Ing. Ulrich Scholz, Vorstand der Bundesingenieurkammer, bringt es beinahe nüchtern auf den Punkt: Veränderung ist Alltag im Ingenieurwesen – und lebenslanges Lernen keine hohle Phrase. Die Kammern wollen mehr sein als nur Aufsichtsorgane: Sie sehen sich als Partner, die in der Weiterbildung Akzente setzen. Eine technische Revolution muss eben nicht immer mit der nächsten KI oder Drohne einhergehen. Manchmal startet sie mit einer Webseite.
Das neue Fort- und Weiterbildungsportal www.fortbildung.ing bündelt erstmals alle Qualifizierungsangebote der deutschen Ingenieurkammern für Ingenieurinnen und Ingenieure. Nutzer:innen profitieren von einer benutzerfreundlichen Suchfunktion und Filtern, können aus den Bereichen Bauwesen, Digitalisierung, Brandschutz und Management wählen und unkompliziert buchen – unabhängig von einer Kammermitgliedschaft. Laut Pressemitteilung will die Bundesingenieurkammer damit eine offenere und effektivere Weiterbildungslandschaft fördern, um auf veränderte Anforderungen in der Branche schneller reagieren zu können.
Erweiterte Recherche belegt: Der Start des Portals fällt in eine Zeit, in der auch laut Berichten von derzeitigen Medienhäusern wie taz, Süddeutsche oder Zeit eine erhöhte Nachfrage nach flexiblen, digitalen Weiterbildungsangeboten herrscht – verstärkt durch boomende Bau- und Energiebranchen sowie den Druck zur Digitalisierung. Diese Entwicklung sieht die Plattform als notwendige Antwort auf den strukturell fragmentierten Fortbildungsmarkt, in dem Qualität und Vergleichbarkeit zu häufig auf der Strecke blieben. Zusätzlich eröffnen solche länderübergreifenden Initiativen dem deutschen Ingenieurberuf neue Wege für Vernetzung und Austausch, wie mehrere Experteninterviews in aktuellen Presseberichten unterstreichen.