US-Aktienmärkte brechen ein – Ölpreis erreicht neuen Höchststand

Am Donnerstagabend gingen die US-Börsen mit deutlichen Verlusten aus dem Handel, während der Ölpreis stark zulegte.

12.03.26 21:46 Uhr | 8 mal gelesen

Das Parkett in New York zeigte sich am Donnerstag so gar nicht in Feierlaune: Der Dow rutschte bis Handelsschluss auf 46.678 Punkte und büßte damit 1,6 Prozent gegenüber dem Vortag ein. Auch beim S&P 500 sah es düster aus – das Barometer fiel wenige Minuten vor Handelsende um 1,5 Prozent auf etwa 6.673 Zähler. Die Tech-Werte im Nasdaq 100 verloren rund 1,7 Prozent und schlossen bei circa 24.534 Punkten. Parallel dazu schoss der Preis für ein Fass Brent-Öl auf 101,30 US-Dollar hoch – ein Plus von satten 10,2 Prozent im Vergleich zum Vortag. Für diese Turbulenzen gab das neue iranische Religionsoberhaupt Modschtaba Chamenei durch scharfe Rhetorik ordentlich Zündstoff: Er verlangte, die Straße von Hormus für den Öltransport geschlossen zu halten und rief zur Vergeltung für Kriegsverluste auf. US-Präsident Trump wiederum blieb ungerührt: Auf seinem eigenen Kanal betonte er, die USA profitierten als größter Ölproduzent direkt vom Preisanstieg, wichtiger sei ihm aber nach wie vor, den Iran am Bau von Atomwaffen zu hindern. Währenddessen hat der Euro nachgegeben und lag bei 1,1516 Dollar, der Goldpreis gab um 1,0 Prozent nach – gerade mal 5.088 Dollar pro Feinunze, was derzeit ca. 142,05 Euro je Gramm entspricht. Schnell gesehen: nervöse Märkte, Öl als Spielball der Politik, und das große Zittern geht weiter.

Die Wall Street kam am Donnerstag kräftig unter Druck, Analysten machen vor allem geopolitische Spannungen rund um den Iran verantwortlich, die neben dem Aktienmarkt vor allem den Ölpreis nach oben schießen ließen. Das Säbelrasseln auf beiden Seiten – Chameneis Drohungen gegen die Straße von Hormus und Trumps entschiedene Rhetorik – zeigt, wie fragil Wirtschaft und Politik sich gegenseitig beeinflussen. Seit gestern werden in Medien und bei Investoren wieder vermehrt Ängste vor einer Eskalation sichtbar, hinzu kommt ein schwächerer Euro, während Gold, sonst ein sicherer Hafen, überraschend ebenfalls nachlässt. Nach neueren Berichten gab es am Donnerstag weitere starke Kurseinbrüche vor allem bei Technologieaktien, da Marktteilnehmer sich angesichts möglicher Lieferengpässe und schwacher Signale aus dem Nahen Osten Sorgen über künftige Gewinne machen. In anderen Analysen wird betont, wie sich Unsicherheit über die politische Lage weltweit als Haupttriebfeder für die aktuellen Preissprünge zeigt – klassische Anzeichen erhöhter Volatilität sind damit zurück am Markt.

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