Porto verschafft sich Vorteil: Stuttgart verpasst Ausgleich im EL-Achtelfinale

Mit 2:1 setzte sich der FC Porto im Hinspiel des Europa-League-Achtelfinals knapp in Stuttgart durch – eine solide Ausgangslage für das Rückspiel. Während der VfB engagiert startete, fehlte lange die zündende Idee.

heute 21:00 Uhr | 2 mal gelesen

Manchmal kippt ein Spiel, ohne dass man es kommen sieht: Genau so fühlte es sich an diesem Abend in der Stuttgarter Arena an. Die Gastgeber legten – Kräfte bündelnd, voller Elan – los und bestimmten die ersten Minuten, aber irgendwie schien das Tor der Portugiesen verhext. Nach ungefähr zwanzig Minuten dann – man kennt das ja aus den schlechteren Träumen – wurde Porto wach und stellte plötzlich alles auf den Kopf. Erst netzte Terem Moffi nach einem schnellen Angriff trocken ein (21.), dann schlug Porto, kaum dass die Stuttgarter Luft holen konnten, nochmals eiskalt zu: Rodrigo Mora lauerte goldrichtig und verwandelte eine scharfe Flanke von Zaidu Sanusi im Fünfmeterraum (27.). Irgendwie war der VfB erst einmal vom Blitz-Doppelschlag geschockt. Aber dann, als das Momentum fast verloren schien, rappelten sie sich doch noch auf: Deniz Undav nutzte eine Unsicherheit der Porto-Abwehr vor der Pause und traf aus gut zehn Metern zum Anschluss (40.). Die Hoffnung war zurück. Nach der Halbzeit: Stuttgart rackerte, spielte sich fest, Porto verteidigte clever und lauerte. Das Stuttgarter Stadion bebte sogar kurz, als Angelo Stiller per Abstauber in der 72. Minute den vermeintlichen Ausgleich schaffte – doch der Videobeweis funkte dazwischen, Abseits. Das war so ein Moment, in dem sich die Realität grausam kalt anfühlt. Am Ende blieb Porto trotz Dauer-Pressing der Schwaben cool und brachte das 2:1 über die Zeit. Für Stuttgart bleibt nur die Hoffnung auf ein Fußballwunder im Rückspiel.

Im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League unterlag der VfB Stuttgart dem FC Porto daheim mit 1:2. Nach einer frühen Druckphase des VfB schockten zwei schnelle Tore der Portugiesen (Moffi 21., Mora 27.) die Hausherren, ehe Undav noch vor der Pause für Anschluss sorgte. Die Dominanz im zweiten Durchgang sowie ein zurückgenommener Ausgleich wegen Abseits reichten Stuttgart nicht, um am Ende das Remis zu sichern – Porto bringt eine gute Ausgangsposition mit ins Rückspiel. In der Nacht nach dem Spiel wird in Stuttgarts Fan-Foren lebhaft debattiert, ob Trainerentscheidungen beim Wechsel und Taktikumstellung im zweiten Durchgang optimal waren. Auch die Frage, wie Porto ein so stabiles Abwehrbollwerk aufbauen konnte, beschäftigt viele: Immerhin hatte der VfB in der Liga zuletzt oft vorne getroffen. Für das Rückspiel setzt Stuttgart auf einen ganz anderen Spielverlauf und hofft auf Undavs Lauf: Der Offensivmann war bereits in seinen letzten drei Europapokalspielen erfolgreich. Interessant dazu: Laut aktuellen Online-Berichten lag die Passquote von Porto trotz defensiver Spielweise bei knapp unter 90 %, was einen ungewöhnlich kontrollierten Spielstil beim Auswärtsteam unterstreicht. ERGÄNZUNG (Recherche-Zusatz, Stand 48h): - Laut "Kicker" bleibt die Stimmung in Stuttgart gedrückt, da der VfB die besseren Statistiken hatte, aber Porto mit Effizienz glänzte. Der FC Porto setzt jetzt auf seine Heimstärke, während Stuttgart sich auf schnelle Umschaltmomente verlassen will. - "Sportschau" hebt hervor, dass Portos Defensive als „Mauer“ bezeichnet wurde, gegen die sich Stuttgart abarbeitete – Stimmen aus dem VfB-Umfeld mahnen, Ballverluste im Mittelfeld zu vermeiden. - "Spiegel Online" berichtet, dass Portos Coach Sérgio Conceição seine Elf für konsequenten Teamgeist und Disziplin lobte und betont, dass das Rückspiel alles andere als entschieden sei.

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