Schneider fordert mehr Mut zur Energiewende von Koalition

Carsten Schneider, Bundesumweltminister (SPD), appelliert an die Koalitionspartner, sich stärker für den Ausbau erneuerbarer Energien einzusetzen – insbesondere angesichts der aktuellen Energiekrisen.

29.04.26 13:33 Uhr | 7 mal gelesen

Im Schatten der jüngsten Spannungen rund um den Iran hat Carsten Schneider einen Appell an die Regierungskoalition gerichtet: Die Gesetzgebung rund um den Energiesektor müsse endlich konsequent auf Versorgungssicherheit und Krisenresistenz ausgerichtet werden. "Wir dürfen uns nicht davon abhängig machen, ob der Fluss von Öl durch die Straße von Hormus morgen vielleicht schon versiegt," erklärte Schneider im Gespräch mit dem "Spiegel". Alarmierend sei seine Einschätzung, dass geopolitische Krisen wie diese jederzeit aufs Neue aufflammen könnten. Besonders kritisch sieht er die strategische Haltung Irans, wichtiges Rohöl als geopolitisches Druckmittel einzusetzen – ein Aspekt, der sich jederzeit wiederholen könne. Um Deutschland wirklich unabhängig zu machen, müsse vorrangig in Wind- und Solarenergie, Elektromobilität und Wärmepumpen investiert werden, betont Schneider, auch wenn nicht alle in der Koalition dieses Tempo teilen. Seine Befürchtung: Vorschläge vor allem aus dem CDU-geführten Wirtschaftsministerium – namentlich von Katherina Reiche – könnten den Umstieg auf saubere Energie nicht nur teurer, sondern auch langsamer machen. Und ehrlich gesagt, bleibt im Nebel der politischen Rhetorik manchmal unklar, ob dabei wirklich das Gemeinwohl oder doch eher brancheninterne Interessen im Vordergrund stehen.

Carsten Schneider warnt vor einer wachsenden Energielücke aufgrund geopolitischer Unsicherheiten, insbesondere infolge der Spannungen mit Iran an der Straße von Hormus. Er fordert einen mutigeren Ausbau der erneuerbaren Energien und kritisiert, dass wirtschaftspolitische Entwürfe aus dem CDU-geführten Wirtschaftsministerium die notwendige Transformation erschweren. In den letzten zwei Tagen wurde in deutschen Medien intensiv debattiert, wie die Abhängigkeit von fossiler Energie verringert werden kann – dabei steht der Ruf nach raschem Umsteuern längst quer durch Wirtschaft, Umweltverbände und Teile der Bevölkerung. Neue Informationen aus aktuellen Online-Recherchen: 1. Laut einem Analysebeitrag der "Zeit" ist der Ausbau der Windenergie in Deutschland zuletzt ins Stocken geraten, insbesondere wegen bürokratischer und rechtlicher Hürden, die Investoren abschrecken. [Quelle: https://www.zeit.de] 2. Ein Bericht der "FAZ" beleuchtet, wie die Förderung von Elektromobilität noch immer an vielen praktischen Hürden – zu wenige Ladesäulen, fehlende Netzkapazität – scheitert, was den Umstieg auf alternative Antriebe bremst. [Quelle: https://www.faz.net] 3. Die "Süddeutsche Zeitung" analysiert, dass in der aktuellen Regierung Uneinigkeit über Prioritäten besteht: Während SPD und Grüne mehr für Erneuerbare vorschlagen, dringt die CDU auf stärkere Einbindung fossiler Energien als Übergangslösung. [Quelle: https://www.sueddeutsche.de]

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