Deutsche Regierung sorgt sich um amerikanische KI 'Mythos'

Die Bundesregierung sieht durch die neuartige amerikanische Künstliche Intelligenz 'Mythos' potenziell weitreichende Gefahren für IT-Sicherheit und digitale Angriffsflächen.

heute 09:13 Uhr | 3 mal gelesen

Mit „Mythos“, dem neuen KI-System von Anthropic aus den Staaten, schwappt derzeit eine Welle der Besorgnis durch Berliner Regierungskreise. Angeblich ist diese KI so gut darin, Schwachstellen in Software praktisch im Handumdrehen zu entdecken – und möglicherweise auch auszunutzen. Ob das jetzt Segen oder Fluch ist? Wie man hört, berät der Nationale Sicherheitsrat – allerdings hinter verschlossenen Türen. Offizielle Äußerungen aus der Politik? Fehlanzeige. Das Bundeskriminalamt schaut genau hin: Schwachpunkte schneller zu finden, klingt erstmal sinnvoll, meint etwa Carsten Meywirth vom BKA. Doch er schickt gleich einen warnenden Nachsatz hinterher: Cyberkriminelle passen ihre Tricks rasant an – ein Wettrennen, bei dem die Spielregeln sich dauernd ändern. Niemand weiß wohl so recht, wie man dieses Katz-und-Maus-Spiel aufhält, geschweige denn gewinnt. Die Bundesregierung sucht nun den Dialog mit Anthropic, dem Hersteller. Ein Sprecher aus dem Innenministerium hält sich bedeckt, was die Gefahr von Cyberwaffen durch 'Mythos' betrifft. Alles unter Vorbehalt – offener Austausch gibt’s allenfalls hinter vorgehaltener Hand.

Die Sorgen der Bundesregierung spiegeln die allgemeine Unsicherheit im Umgang mit fortschrittlichen KI-Tools wider: Einerseits kann 'Mythos' helfen, IT-Lücken aufzuspüren und damit Systeme sicherer zu machen, andererseits besteht das Risiko, dass dieselbe Technologie auch für Angriffe missbraucht wird. Cybersecurity-Experten warnen weltweit, dass die Geschwindigkeit, mit der KI-Technologie sich entwickelt, Behörden und klassische IT-Sicherheitsmechanismen oft überfordert – auch weil Vorschriften und Kontrollen meist nicht Schritt halten. Der aktuelle Diskurs in Berlin reiht sich ein in eine globale Debatte über Regulierung und Ethik von KI, die in den nächsten Jahren vermutlich noch an Fahrt aufnehmen wird. Nach neueren Berichten gab es in den letzten Tagen einen international abgestimmten Appell von IT-Experten und Politikern, Mechanismen zur Kontrolle fortschrittlicher KI-Modelle zu schaffen, mit besonderem Fokus auf Transparenz und Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg. Auch andere Staaten, insbesondere die EU und Großbritannien, erhöhen aktuell den Druck auf US-Tech-Firmen bezüglich Offenlegung, Sicherheit und Missbrauchsvermeidung bei neuartigen KI-Systemen.

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