Ab Mai 2026 kommen Journalistinnen und Journalisten des WDR im Rahmen von „Journalismus macht Schule“ persönlich in Klassenzimmer in Nordrhein-Westfalen. Das Ziel: Schüler*innen mit ins Boot holen – nicht durch statisches Referieren, sondern im echten, lebendigen Austausch. Gemeinsam mit Lehrerinnen und Lehrern wird vorab abgestimmt, welche Fragen und Themen die Klasse bewegt. Im Unterricht geht’s dann zur Sache: Wie filtere ich echte News von Falschmeldungen? Was bedeutet unabhängiger Journalismus für mich, wenn ich morgens durch meinen Social Media Feed scrolle? Die WDR-Teams geben Einblicke in ihre Recherchen, zeigen Clips und diskutieren mit der Klasse – alles immer mit Blick auf die Lebensrealität der Jugendlichen.
Katrin Vernau, WDR-Intendantin, hebt hervor: Pressefreiheit sei heute alles andere als selbstverständlich. Sie plädiert dafür, jungen Menschen zu zeigen, warum kritischer, unabhängiger Journalismus unersetzlich bleibt – und betont, dass gerade durch den offenen Dialog gegenseitiges Vertrauen wächst.
Auch Conny Raupold (bekannt von WDR 2) freut sich auf den direkten Draht zur jungen Zielgruppe: Sie betont, wie viel sie aus dem Dialog für ihre eigene journalistische Arbeit mitnimmt – es sei alles andere als ein Monolog.
Ein Highlight gibt es am Tag der Pressefreiheit (3. Mai): WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn besucht seine alte Schule in Solingen. Zusammen mit dem Schulleiter öffnet er den Raum für einen Austausch mit Schüler*innen.
Hintergrund: Der Verein „Journalismus macht Schule“ bringt Medienschaffende und Lehrkräfte zusammen und fördert seit Jahren praxisnah Medienkompetenz in Klassenzimmern. Die von WDR-Redaktionen angebotenen Schulbesuche können künftig das ganze Jahr gebucht werden.
Anmeldung unter: https://journalismus-macht-schule.org/journalistinnenbesuche/
Kontakt: kommunikation@wdr.de | 0221-220 7100
Der WDR engagiert sich ab Mai 2026 als Partner der Initiative „Journalismus macht Schule“ und geht mit erfahrenen Journalistinnen und Journalisten direkt in die Schulen Nordrhein-Westfalens, um mit Jugendlichen über die Bedeutung von Pressefreiheit, die Gefahren von Desinformation und den journalistischen Alltag zu sprechen. Im Zentrum steht der direkte Dialog und die Vermittlung von Medienkompetenz, wobei die Lebenserfahrungen und Fragen der Schüler*innen bewusst einbezogen werden – weg von der Frontalbelehrung, hin zu Austausch auf Augenhöhe. Laut aktuellen Berichten sind Initiativen zur Medienbildung in ganz Deutschland zunehmend gefragt, gerade weil laut Medienpädagogik-Forschern die Verunsicherung durch KI-generierte Fake-Videos und Desinformation bei Jugendlichen rasant wächst; neuere Studien zeigen, dass mehr als zwei Drittel der unter 18-Jährigen Schwierigkeiten haben, glaubwürdige von falschen Informationen im Netz zu unterscheiden. Auch unabhängige Medienhäuser und Initiativen wie „Lie Detectors“ oder das bundesweite „Netzwerk für Medienkompetenz“ drängen nach übereinstimmenden Artikeln der letzten Tage auf mehr Investitionen und personelle Ressourcen, da der Einfluss von Social Media-Plattformen auf Meinungsbildung und Informationsverbreitung weiter zunimmt.