Wer hätte gedacht, dass selbst in Jahren, die vielen Menschen finanziellen Spagat abverlangen, Futter- und Zubehörregale für Katzen, Hunde & Co. kaum leerer bleiben? 2025 zeigt, wie tief Heimtiere in deutschen Haushalten verwurzelt sind: Der stationäre Handel und der LEH bringen zusammen knapp 5,3 Milliarden Euro Umsatz ein, der Online-Handel legt noch 1,5 Milliarden oben drauf – dazu kommen 134 Millionen für Wildvogelfutter. Die Lust auf Investitionen, etwa in schicke Hundebetten oder neue Vogelvolieren, ist allerdings spürbar gedämpft – kein Wunder, wenn im Geldbeutel öfter Ebbe herrscht.
Norbert Holthenrich vom ZZF klingt trotz der Herausforderungen optimistisch: "Das Tierwohl bleibt für die meisten absolut im Fokus." Statt ausufernder Shopping-Touren konzentriert sich das Geld also auf Futter und Grundbedürfnisse. Die Zahlen sprechen für sich: Katzenfutter erlebt mit einem Plus von 1,3 Prozent einen kleinen Höhenflug; Snacks und Feuchtfutter wachsen am meisten. Hundehalter setzen ebenfalls auf Snacks, allerdings beschränkt sich der Aufstieg größtenteils darauf – Feucht- und Trockenfutter rangieren leicht im Minus.
Erstaunlich ist die gesellschaftliche Breite: Fast jeder zweite Haushalt zählt mindestens ein Heimtier zur Familie. 15,7 Millionen Katzen schauen aus dem Fenster, in 10 Millionen Haushalten trottet ein Hund durchs Wohnzimmer; Kleintiere und Ziervögel versprühen ihr eigenes, charmantes Chaos. Spannend am Rande: Ein wachsendes Interesse an Homefarming mit Hühnern und Wachteln – vielleicht, weil das Leben mit Tieren auf eine seltsame Weise beruhigt? Manchmal sticht die Statistik ins Auge: 43 Prozent der Katzenfreunde leben mit mehr als einem Stubentiger zusammen.
Was mir auffällt: Viele Online-Käufe, aber der Griff ins Geschäft bleibt üblich, vor allem für Bedarfsartikel. Der Handel verändert sich, bleibt aber fest verbunden mit der Sehnsucht nach tierischer Gesellschaft. Fazit: Die deutsche Heimtierbranche trotzt schwankender Konjunktur – ein Stück Verlässlichkeit in unsicheren Zeiten, auch wenn Zubehör derzeit öfter Staub ansetzt als verkauft wird.
Der deutsche Heimtiermarkt bleibt 2025 äußerst robust und behauptet sich trotz schwieriger Wirtschaftslage mit einem Gesamtumsatz von annähernd 7 Milliarden Euro. Katzenfutter ist weiterhin das erfolgreichste Segment, während Accessoires und Zubehör bedeutende Einbußen verzeichnen – ein typisches Bild in Zeiten knapper Kassen, in denen die Grundversorgung Priorität hat. Laut neuer Branchenumfragen erleben insbesondere Online-Shops ein leichtes Wachstum, wobei der klassische Einzelhandel vor allem für Futterprodukte nach wie vor zentrale Anlaufstelle bleibt. Interessant: Das Tierwohl und der emotionale Stellenwert von Haustieren gewinnen weiter an Bedeutung, was sich in stabilen Tierzahlen trotz Wirtschaftssorgen zeigt. Laut taz wird zudem besonders auf eine artgerechte Haltung und nachhaltige Produkte Wert gelegt, und die Integration der Heimtierhaltung in Alltagsstrukturen schreitet stetig voran.