Bundesregierung bleibt skeptisch gegenüber US-Iran-Gesprächen in Pakistan

Mit gemischten Gefühlen beobachtet Berlin die potenziellen neuen Friedensgespräche zwischen Vereinigten Staaten und Iran, die womöglich bald in Pakistan stattfinden könnten. Deutschlands Regierung betont die Bedeutung des eigenen diplomatischen Beitrags – und bleibt vorsichtig, was den Ausgang angeht.

heute 12:01 Uhr | 1 mal gelesen

Ehrlich gesagt – eine rundum optimistische Stimmung herrscht im Kanzleramt gerade nicht. Und warum auch? Die Verflechtung der internationalen Beziehungen rund um Iran, USA und deren Nachbarn ist ungefähr so übersichtlich wie ein Spaghetti-Teller nach Mitternacht. Regierungsvertreter Steffen Meyer gab sich am Montag bemüht sachlich, verwies aber auf die deutsche Unterstützung für eine dauerhafte Friedenslösung. 'Uns ist das wirklich wichtig, das gilt nicht nur für Nahost, sondern für alle, die irgendwie an Frieden interessiert sind.' Gleichzeitig kam auch das etwas kantige, wenn auch erwartbare, Insistieren auf iranische Verpflichtungen ins Spiel: Keine neuen Atomanlagen, kein Säbelrasseln gegenüber anderen Staaten der Region. Dass Berlin hier nicht locker lässt, merkt man an der Formulierung – keine Spur von rosaroter Brille. Was die Verhandlungen in Islamabad betrifft, hängt ohnehin vieles in der Luft. Klar ist nur: Während die US-Delegation bereits im Flieger sitzt, gibt sich der Iran weiterhin bedeckt. Und die Uhr tickt, denn am Mittwoch endet die aktuelle Waffenpause. Alles offen, alles gespannt.

Berlin verfolgt die bevorstehenden Gespräche zwischen USA und Iran mit einer gewissen Vorsicht, bringt sich jedoch weiterhin diplomatisch ein. Hauptanliegen bleibt für die Bundesregierung eine friedliche, dauerhafte Lösung – allerdings fordert sie vom Iran deutlich, sein Atomprogramm einzustellen und auf Drohgebärden zu verzichten. Während die Verhandlungsbereitschaft der USA durch die angekündigte Anreise ihrer Delegation deutlich wird, bleibt der Iran unentschlossen und verschärft dadurch die Unwägbarkeiten kurz vor Ablauf der geltenden Waffenruhe. NEUE DETAILS AUS DER RECHERCHE: Die aktuellen Entwicklungen zeigen ein angespanntes Klima: Laut der FAZ zeigen sich die USA offener für neue Formate, während iranische Regierungsstellen widersprüchliche Signale aussenden, was eine Teilnahme erschwert. Die Süddeutsche berichtet, dass der pakistanische Premier trotz interner politischer Turbulenzen bereit ist, als neutraler Vermittler zu agieren. Auf taz.de wird darauf hingewiesen, dass europäische Staaten — darunter Deutschland — mehr Gewicht auf Sicherheiten und Transparenz legen und dies aktiv in diplomatischen Gesprächen einbringen wollen.

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