Der aktuelle Vorschlag von Markus Söder, die Wochenarbeitszeit zu erhöhen, hat eine Debatte über Ursachen und Lösungen wirtschaftlicher Herausforderungen in Deutschland ausgelöst. Während mehr Arbeitsstunden kurzfristig den Fachkräftemangel mildern könnten, plädiert DIW-Chef Fratzscher für einen umfassenderen Ansatz, der politische Reformen, Innovationen und Investitionen umfasst. Neueste Recherchen zeigen, dass auch andere Ökonomen und Verbände ähnlich argumentieren: Eine Arbeitszeiterhöhung löse strukturelle Probleme nicht; vielmehr müsste die Politik wettbewerbsfähigere Rahmenbedingungen schaffen und die Wirtschaft ihre Modernisierung vorantreiben. In aktuellen Meinungsbeiträgen wird zudem diskutiert, inwiefern flexible Arbeitsmodelle, Bildungsinitiativen und Digitalisierung nachhaltigere Lösungen für den Arbeitsmarkt sein könnten. Die öffentliche Resonanz ist gemischt: Manche sehen in Söders Vorstoß ein Signal für Veränderungsbereitschaft, andere kritisieren ihn als Ablenkungsmanöver. Auch internationale Vergleiche – etwa mit Frankreichs Arbeitszeitregelungen – werden herangezogen, um die Komplexität der Debatte zu verdeutlichen.