Das Thema, ob Zahnarztleistungen künftig ausschließlich privat bezahlt werden sollen, bewegt zurzeit Politik und Gesellschaft gleichermaßen. Kritiker wie Karl Lauterbach warnen vor der sozialen Sprengkraft solcher Pläne: Wer die Eigenverantwortung der Patienten betont, ohne das Grundversprechen von Solidarität und bezahlbarer Gesundheitsversorgung zu erneuern, droht gesellschaftliche Spaltung zu verschärfen. Recherchen zeigen außerdem, dass etwaige Kostensteigerungen zuerst sozial Schwächere träfen, während die Finanzierungslücken der gesetzlichen Krankenversicherung nicht ursächlich gelöst würden. Die Debatte knüpft an Diskussionen um eine nachhaltige Finanzierung des Gesundheitssystems an, wobei viele Fachleute eine Entlastung durch Strukturreformen und weniger durch reine Kostenauslagerungen sehen. Neue Entwicklungen und Stimmen – wie das Zögern der GKV beim Kommentar und der Hinweis auf die anstehende Finanzkommission – verdeutlichen, wie angespannt die Lage ist: Zu schnell könnte eine unbedachte Entscheidung gesellschaftliches Vertrauen verspielen.
02.02.26 22:14 Uhr