Manchmal sitzt die Kälte einem buchstäblich in den Knochen – und doch gibt es Momente, in denen sich Zurückhaltung beim Heizen lohnt. Genau darauf spielt die Energieexpertin Claudia Kemfert an: Angesichts unterdurchschnittlicher Gasspeicherstände empfiehlt sie, beim Gasverbrauch die Handbremse zu ziehen. Wer die Möglichkeit dazu hat, könnte demnächst vielleicht gleich ganz umsteigen, etwa auf eine Wärmepumpe. Das klingt erstmal nach viel Aufwand, aber auf längere Sicht sollen damit nicht nur laufende Kosten sinken, sondern auch die Abhängigkeit von äußeren Einflüssen schrumpfen. Mit Sorge blickt Kemfert auf die aktuelle Lage: Dass wir gerade außergewöhnlich leere Speicher haben, sei ein deutliches Warnsignal. Zwar laufe die Versorgung aktuell noch rund, aber sollte der Winter härter ausfallen oder irgendwelche Akteure (Insbesondere solche mit Sitz jenseits des Atlantiks) ihre Exporte kappen, könnten die Preise ordentlich kraxeln. Trump zieht hier Kemferts besondere Aufmerksamkeit auf sich: Sollte er ernst machen und den Gashahn Richtung Europa zudrehen, würde es zwar nicht direkt zu Engpässen bei uns führen, aber an den Preisschrauben würde heftig gedreht. Das nächste Befüllen der Speicher – eigentlich Routine im Sommer – könnte dann plötzlich zu einer kostspieligen Angelegenheit werden. Ein wenig erinnert die Situation an eine Wette auf gutes Wetter – nur dass diesmal alle mitspielen müssen.
DIW-Ökonomin Claudia Kemfert warnt aktuell ausdrücklich vor den niedrigen Füllständen der deutschen Gasspeicher, die im Vergleich mit den Vorjahren auffällig gering sind. Sie empfiehlt, beim Gasverbrauch kritisch zu hinterfragen, ob jede Nutzung nötig ist, und spricht sich für alternative Heiztechnologien wie Wärmepumpen aus, die langfristig sowohl Klima als auch Portemonnaie entlasten könnten. Die gegenwärtige Unwägbarkeit auf den globalen Energiemärkten – etwa durch mögliche politische Entscheidungen in den USA – macht Deutschland nicht nur flexibler, sondern auch verwundbarer gegenüber Preisschwankungen und Versorgungsengpässen; Wissenschaftler und Medien (z.B. FAZ, Zeit, Spiegel) berichten aktuell verstärkt über diese Entwicklungen und mahnen zu einer umsichtigen, nachhaltigen Energiepolitik.