Die Debatte um die Zukunft von Thyssenkrupp Steel Europe spitzt sich weiter zu. Während die IG Metall vor möglichen zusätzlichen Entlassungen warnt, liegt der Fokus aktuell auf den Verhandlungen mit dem indischen Stahlkonzern Jindal. Die Unsicherheit für die Beschäftigten wächst, denn konkrete Details zur geplanten Übernahme bleiben hinter verschlossenen Türen. In den letzten Tagen meldeten mehrere Medien, dass der internationale Wettbewerb und die schwächelnde Auftragslage dem deutschen Stahlsektor weiter zusetzen – Unternehmer und Belegschaften stehen in einem herausfordernden Spannungsfeld zwischen Modernisierungsdruck, Klimaschutz und Arbeitsplatzunsicherheit. Hinzu kommt das allgemeine Bangen in der Branche, ausgelöst durch steigende Energiekosten und die Herausforderungen der grünen Transformation. Einigen Stimmen zufolge sind die signifikanten CO2-Reduktionsziele bis 2030 aus eigener Kraft kaum zu stemmen, ohne Unterstützung durch Staat oder Investoren. Die IG Metall fordert, bestehende Sozialstandards und Tarifverträge als roten Linien in den anstehenden Verhandlungen zu verteidigen, während die abwartende Haltung der beteiligten Unternehmen wenig Aufschluss über das tatsächliche Ausmaß möglicher Stellenstreichungen bietet.
14.01.26 21:01 Uhr