Auch der Diesel hat kräftig zugelegt und kostet inzwischen im Schnitt mehr als 1,91 Euro je Liter – das sind fast 18 Cent mehr als noch vor wenigen Tagen. Schon bevor die Gewalt im Nahen Osten eskalierte, bewegten sich die Preise nach oben, aber jetzt wirken die neuen Ereignisse wie ein Brandbeschleuniger. Hinter der Preisrallye steckt vor allem die Sorge um die Straße von Hormus – diesen Engpass, durch den ein enormer Teil des weltweiten Öls geschleust wird. Die Unsicherheit, ob die Ölströme weiter so zuverlässig fließen werden, legt sich spürbar auf die Märkte. Und wirklich Hoffnung auf Entspannung scheint es derzeit kaum zu geben – an manchen Zapfsäulen ist die 2-Euro-Marke längst kein Schreckgespenst mehr, sondern bittere Realität.
Die derzeitigen Spritpreissteigerungen in Deutschland resultieren im Kern aus den jüngsten militärischen Auseinandersetzungen im Iran und deren Auswirkungen auf den weltweiten Energiemarkt. Besonders die strategisch bedeutende Straße von Hormus, durch die bis zu 20 Prozent des globalen Ölhandels transportiert werden, gerät angesichts der Konflikte unter Druck, was zu einer Verunsicherung an den Rohstoffbörsen führt. Die Preise für Diesel und Super E10 überschreiten vielerorts erstmals 2024 die 2-Euro-Schwelle – eine Entwicklung, die Experten zufolge anhalten könnte, sollten sich die geopolitischen Spannungen nicht bald legen; auch internationale Medien berichten verstärkt über Unruhe an den Märkten und warnen vor weiteren Steigerungen.