Irans Raketenarsenal unter Druck: Ein Blick hinter die Kulissen

Nach mehreren Tagen eskalierender Angriffe aus den USA und Israel scheint Irans Arsenal ballistischer Raketen ernsthaft erschüttert zu sein – ein Zeichen für spürbar nachlassende militärische Schlagkraft.

heute 07:46 Uhr | 3 mal gelesen

Eine brandaktuelle Analyse der US-Strategieexperten vom Institute for the Study of War (ISW) legt nahe, dass es einen klaren Plan hinter den Angriffen gibt: Das Ziel ist, Irans Raketenlauncher und damit die Kapazität, überhaupt Angriffe zu starten, gezielt auszuschalten, bevor die eigenen Abwehrsysteme überstrapaziert werden. So soll verhindert werden, dass Israel oder die USA am Ende ohne ausreichend Abfangraketen dastehen. Auffällig: Die Frequenz iranischer Angriffe auf Israel und die Emirate ist deutlich gesunken – was laut ISW darauf hindeutet, dass die Strategie, Raketenwerfer auszuschalten, tatsächlich Wirkung zeigt. Parallel dazu steckt das politische System der Islamischen Republik im Umbruch, denn nach dem Tod von Ali Khamenei rückt sein Sohn Modschtaba als Nachfolgekandidat ins Rampenlicht. Spannend zu beobachten bleibt, wie die Führung unter Zugzwang dezentralisiert: Macht wird an tiefer gelegene Funktionäre übergeben, offenbar als Vorsichtsmaßnahme gegen weitere gezielte Angriffe auf die Elitenzentren im Land. Interessanterweise zielte einer der letzten israelischen Luftschläge sogar direkt auf das Expertenparlament in Teheran – wohl ein Versuch, Entscheidungsprozesse auf höchster Ebene zu behindern. Iran steckt also nicht nur militärisch, sondern auch politisch in einer außergewöhnlichen Belastungsprobe.

Nach den jüngsten Angriffen zeigen sich gravierende Einschnitte in Irans Fähigkeit, ballistische Raketen abzufeuern. Verschiedene Analysen – unter anderem von ISW – bestätigen, dass durch die Zerstörung von Raketenwerfern die militärischen Spielräume Teherans deutlich verkleinert wurden. Im politischen Machtgefüge sorgt der Tod von Ali Khamenei noch dazu für Unruhe, da sein Sohn als Nachfolgefavorit gilt und zentrale Entscheidungsstrukturen gezielt attackiert werden. Hintergrundberichte internationaler Medien bestätigen den strategischen Vorrang solcher Attacken auf Infrastruktur und Führungszirkel: Die Süddeutsche betont die Risiken einer weiteren Eskalation zwischen Israel und Iran. Gleichzeitig warnt die FAZ vor möglichen neuen Akteuren an der Spitze des iranischen Regimes und beleuchtet die Sorgen der westlichen Staaten über die kommenden Machtverschiebungen.

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