Schweizer Zahlungsgewohnheiten im Wandel: Bargeld verliert, Smartphone gewinnt Boden

Lausanne – Die Art und Weise, wie Schweizerinnen und Schweizer in Geschäften zahlen, erlebt eine kleine (oder auch größere) Revolution: Zwar ist die Kreditkarte nach wie vor das Spitzenreiter-Zahlungsmittel, aber ihre Nutzung schrumpft mit jedem Jahr, während mobiles Bezahlen durchs Handy unaufhaltsam aufholt – und dem Bargeld immer näher rückt.

heute 08:51 Uhr | 2 mal gelesen

Kaum ein Thema, das so unbemerkt unsere Alltagswege durchzieht wie das Bezahlen. Jedes Jahr nimmt bonus.ch den Puls der Bevölkerung: Über zweitausend Menschen erzählten, wie, womit und warum sie ihre Einkäufe bezahlen. Die knappe Zusammenfassung? Kreditkarten weiter vorn, aber nicht mehr ewig. 2026 hält sie zwar 52% der Stimmen, ein Rückgang zu früheren Jahren. Im selben Atemzug stürmen Smartphones in die Lücke: Knapp 19% zahlen jetzt mobil, das ist mehr als eine Verdoppelung in nur drei Jahren und nur noch einen Hauch hinter dem Bargeld (20%) zurück. Auch spannend: In der italienischen Schweiz hat das Handy den größten Zauber – dort zahlen schon fast 30% lieber mobil als bar. Anders in der Deutschschweiz, die lange an der Münze festgehalten hat; doch selbst hier hat sich die Kluft zwischen Bargeld und mobiler Zahlung ganz schön verringert. Blickt man auf die Generationen, bleibt Bargeld für die Über-60-Jährigen etwas wie das Lieblingspaar bequemer Schuhe: Fast ein Viertel hält daran fest. Jüngere? Die stecken lieber das Handy ans Kartenlesegerät. Kreditkarten bleiben der Fels in der Brandung, ihre Nutzung wuchs über die letzten Dekaden, befeuert von der Pandemie, als alle plötzlich berührungslose Alternativen suchten. Interessanterweise sind Männer fleißigere Nutzer als Frauen, und in der italienischen Schweiz sind Kreditkarten beinahe eine Alltagswährung. Sicherheit sehen fast 91% als gegeben an, eine überraschend hohe Zahl, die deutlich macht, wie vertraut unsereins mit virtuellen Schutzmaßnahmen mittlerweile ist. Dennoch: Betrügereien passieren. Knapp jeder Fünfte erlebte schon Kreditkartenbetrug am eigenen Leibe – hier ist Wachsamkeit gefragt. Was zählt aus Nutzersicht am meisten bei der Wahl der richtigen Karte? Die Jahresgebühr; erst mit Abstand kommen App-Bedienbarkeit und der Kundendienst. Die Provider mit den höchsten Zufriedenheitswerten sind – wenig überraschend – Migros und Coop. Spannend bleibt, wie spontan und unterschiedlich wir Schweizer uns dem Wandel anpassen: Die Produktion neuen digitalen Vertrauens geht weiter, während das letzte Kleingeld klirrend am Kiosk- Tresen zirkuliert. Interessant, dass viele gewohnheitsgetreu an Altbewährtem festhalten – und dann doch irgendwann mit dem Smartphone bezahlen.

Die Zahlungsgewohnheiten in der Schweiz verschieben sich markant: Während traditionelle Kreditkarten zwar häufiger genutzt werden als früher, verliert Bargeld weiterhin an Boden, vor allem zugunsten mobiler Zahlungsmethoden. Regional betrachtet gehen die italienische Schweiz und die jüngeren Generationen vorneweg in der digitalen Revolution, während in der Deutschschweiz und bei älteren Menschen Bargeld noch eine stärkere Rolle spielt. Laut aktuellen Medienberichten beschäftigt sich die Schweiz gleichzeitig mit verstärkter Regulierung im Finanzsektor, Sicherheitsaspekten und der Digitalisierung des Zahlungsverkehrs, wobei insbesondere die Akzeptanz digitaler Verfahren und deren Auswirkungen auf den Einzelhandel diskutiert werden. Verschiedene Quellen, darunter taz.de und faz.net, berichten zudem über europaweite Trends zur Abschaffung des Bargelds und verweisen auf gesellschaftliche Debatten zu Kontrolle, Anonymität und Inklusion. Laut DW werden neue Richtlinien zur digitalen Identität und zum Datenschutz erwartet, die auch Bezahlsysteme betreffen. Die neuesten Medienbeiträge unterstreichen, dass die Entwicklung nicht nur eine technische oder wirtschaftliche ist, sondern auch auf kultureller und sozialer Ebene im Fluss bleibt.

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