Junge Meister am Rhein: Hörakustiker feiern ihren neuen Karrierestart

Mainz – 176 motivierte Hörakustikerinnen und Hörakustiker aus allen Ecken Deutschlands haben ihre Meisterprüfung im Jahrgang 2025/2026 bei der Handwerkskammer Rheinhessen erfolgreich abgelegt. Am Samstag, dem 18. April 2026, nahmen die meisten ihren Meisterbrief persönlich in Empfang – und zwar im gut gefüllten Kulturzentrum am Rheinufer. Gemeinsam mit 500 Gästen und etlichen Ehrengästen – wie dem SPD-Bundestagsabgeordneten Daniel Baldy, Agenturchefin Heike Strack und dem IKK-Vorstand Daniel Schilling – wurde ausgelassen gefeiert.

heute 15:10 Uhr | 3 mal gelesen

Zum Auftakt hielt Eberhard Schmidt, Präsident der Bundesinnung der Hörakustiker (biha), eine kurze Rede. Er sprach herzlichste Glückwünsche aus und erinnerte zugleich daran, dass mit dem Meistertitel auch eine ordentliche Portion Verantwortung einhergeht – jetzt sind diese neuen Meister nicht mehr nur Handwerker, sondern auch potenzielle Ausbilder: 'Sie geben das Handwerk an die nächste Generation weiter.' Die Urkunden wurden schließlich von Hans-Jörg Friese, dem Präsidenten der Handwerkskammer Rheinhessen, feierlich überreicht. Besonders hervorgehoben: Monika Oberhauser aus Train – als beste Absolventin des Jahrgangs. Mit dem Meisterbrief eröffnen sich neue Wege: Unternehmensgründung, Nachwuchs fördern und sogar ein Studium – der Sprung zum Master in der Hörakustik liegt nun offen.

176 frischgebackene Hörakustiker-Meisterinnen und -Meister wurden in Mainz für ihre Leistung gefeiert. Neben den Glückwünschen wurden die neue Rolle und Verantwortung der Absolventen betont – künftig können sie sowohl selbst Unternehmen führen als auch Auszubildende anleiten, was der Branche frische Impulse verschafft. Die Option, ein Studium anzuschließen, macht den Berufszweig darüber hinaus noch zukunftsorientierter. In Deutschland entwickelt sich der Beruf des Hörakustikers stetig. Die Branche steht vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft vor steigender Nachfrage: Moderne Technik, Personalbedarf und der Fokus aufs duale Ausbildungssystem bestimmen derzeit das Branchenbild (vgl. etwa die Analysen der Handwerkskammern). Vielfach wird auf den „Generationenwechsel“ verwiesen – viele Betriebe suchen Nachfolger. Die Verknüpfung von Meisterausbildung und Option zum Studium hilft, das Berufsfeld attraktiver zu machen und junge Menschen einzubinden. Gerade bei Hörakustikern ist technisches Verständnis ebenso gefragt wie Empathie, denn der Alltag mischt Handwerk, Beratung und Medizintechnik.

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