Mehr als nur Sandburgenbilder und Freibadpommes: Die Sonderausstellung "Sonne. Satt. Sommer in Leipzig" verwebt seit dem 29. April 2026 im Haus Böttchergäßchen des Stadtgeschichtlichen Museums allerlei skurrile, witzige und auch nachdenkliche Sommermomente aus vier Jahrhunderten Stadtgeschichte. Hier trifft man nicht nur auf charmante Relikte wie historische Bademoden oder vergilbte Postkarten, sondern auch auf Mitmachstationen, die zum Experimentieren, Schnuppern und Rätseln einladen – übrigens auch für Leute mit wenig Geduld oder altbekannter Sommer-Laune.
Doch neben der bunten Badelust, dem Jubel über Ferien und die Glückshormone bei lauen Nächten, mischt sich ein ziemlicher Gegenwind ins Bild: Mit Rekordtemperaturen, Dürreschäden und plötzlichen Sommergewittern zeigt die Ausstellung, dass Leipzigs Sommergeschichte eben mehr ist als bloßes Freibadidyll. Moderne Themen wie Urban Gardening oder Klimaanpassung in der Stadt machen klar – selbst das traditionsreichste Sommerfeeling steht mittlerweile im Wandel.
Wer will, kann die Ausstellung bis 25. Oktober 2026 von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen (10–18 Uhr) besuchen. Der Eintritt kostet für Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, unter 18 Jahren ist der Eintritt frei. Neu: Das Programm drumherum verspricht echte Abwechslung, von Workshops, über Stadtspaziergänge bis Führungen, manchmal sogar mit überraschenden Anekdoten oder praktischen Tipps fürs Leben in der Sommerhitze.
Zum Ort: Das Haus Böttchergäßchen, Architektur-Kontrast zur Altstadt, ist heute Nervenzentrum und modernes Gedächtnis der Messestadt. Von der Bibliothek bis zur Foto-Sammlung wird hier alles gesammelt, was Leipziger Geschichte atmet – und für eine begrenzte Zeit ist es eben vor allem der Sommer, der im Mittelpunkt steht.
Mehr Eindrücke und genaue Termine gibt es unter: www.stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de/ausstellungen/sonne-satt-sommer-in-leipzig/
Die Ausstellung "Sonne. Satt. Sommer in Leipzig" kombiniert heitere Erinnerungsstücke, historische Artefakte und Mitmachangebote, um 400 Jahre Leipziger Sommer ins heutige Bewusstsein zu holen. Sie lenkt den Blick abseits romantischer Nostalgie auf aktuelle Themen wie städtische Hitzekonzepte und fordert durch interaktive Angebote zur Auseinandersetzung mit Klimawandel & urbaner Resilienz auf. Ergänzend recherchiert: Mit der wachsenden Häufigkeit von Hitzetagen steigen deutschlandweit Diskussionen um Stadtbegrünung, Notfallpläne für vulnerable Gruppen und Anpassungen der Infrastruktur; viele Kommunen arbeiten aktuell an Hitzeaktionsplänen und sensibilisieren für langfristige Veränderungen im Umgang mit sommerlichen Extremwetterlagen.