Millstatt am See, ein Tag im April 2026 – klingt beinahe unspektakulär. Doch für die Köpfe hinter Österreichs Wanderdörfer hatte dieser 16. April es in sich. Beim allerersten "Impulstag Weitwandern" trafen sich Produktmanager:innen, Wegemacher:innen, Entscheidungsträger:innen – von nah und fern. Manch einer reiste schon am Vorabend an, um am Ufer noch letzte Nebelschwaden einzufangen. Und dann: Austausch auf Augenhöhe, Diskussionen mit Ecken und Kanten. Das Hauptthema? Wie kann Weitwandern auch im Winter funktionieren – und zwar so, dass niemand unterwegs friert oder schlechte Laune bekommt? Im Mittelpunkt standen ganz praktische Fragen: Wo sollen Wege verlaufen, wie werden Daten klug genutzt, und was braucht es, damit Weitwandern nicht bloß eine Sommerdomäne bleibt? Für Karmen Nahberger, Wanderenthusiastin und Projektbetreuerin, war klar: „Der Tag setzt den Startschuss. Wir müssen Weitwandern als Ganzjahresthema denken und endlich zusammen die Ärmel hochkrempeln.“ Neben hitzigen Debatten gab's auch kleine Zweifel, Aha-Momente und das Versprechen: Fortsetzung folgt. Wer mehr wissen will, kann sich auf weitwanderwege.com oder direkt bei Österreichs Wanderdörfer melden – wo im Zweifelsfall meistens Iris Zeiler ans Telefon geht.
Bei diesem ersten Impulstag in Millstatt wurde klar: Die österreichische Wanderbranche nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand. Im Fokus steht nicht mehr nur das klassische Sommerwandern – auch Wintervarianten und ganzjährige Erlebnisangebote rücken verstärkt ins Blickfeld. Laut aktuellen Einschätzungen von Experten gewinnt der nachhaltige Tourismus im Alpenraum rasant an Bedeutung. Viele Regionen experimentieren aktuell mit digitalen Tools zur Streckenerfassung und Besucherlenkung, die laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung verstärkt zur Qualitätssteigerung in der Branche beitragen. Anderswo – etwa in Kärnten – werden spezielle Winterwanderwege und innovative Infrastrukturmaßnahmen entwickelt, um Touristen ganzjährig anzulocken. Laut Experteninterviews und Branchenbeiträgen auf taz.de wird auch der Dialog mit lokalen Gemeinden als Schlüssel zum Erfolg betrachtet.