Tatsächlich ist das der niedrigste Wert seit fast anderthalb Jahrzehnten. Ein Déjà-vu der schwindenden Zahlen erfasste die Branche bereits im Vorjahr, doch 2025 folgte direkt das nächste zweistellige Minus: Querbeet durch alle Heizungsarten ging der Absatz um zwölf Prozent runter. Der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) sieht darin ein deutliches Signal – kein Wunder, berichtet die "Welt am Sonntag". Besonders düster sieht es beim früheren Spitzenreiter Gas-Brennwertkessel aus: Gerade einmal 229.000 Geräte fanden noch den Weg zu den Kunden, satte 36 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Und der rasante Absturz der Ölheizungen? Der Verkauf sackte um drei Viertel ab, hervorgerufen nicht zuletzt durch die energiepolitische Unruhe seit dem russischen Angriff auf die Ukraine. Lediglich Heizungen auf Basis von Biomasse zeigten aus dem Nichts heraus Leben – Pelletöfen etwa verzeichneten ein sattes Plus von 38 Prozent, auch wenn die absolute Zahl, 29.000 verkaufte Anlagen, eher mager wirkt. Das große Gewinnerlächeln gebührt den Wärmepumpen: Mit etwa 299.000 verkauften Geräten (ein Sprung von 55 Prozent!) lösen sie den Gas-Brennwertkessel als Bestseller ab – zumindest auf dem Papier. Denn in Altbauten dominiert Gas weiterhin. Markus Staudt, BDH-Chef, beschreibt die Stimmung so: Die Industrie ringt mit Unsicherheit und fehlender Planungssicherheit, fordert von der Politik endlich Verlässlichkeit. Bleibt das aus, drohen Entlassungen oder Kurzarbeit. Hoffnung klingt da anders.
Der Absatz von Heizungen in Deutschland lag 2025 auf dem tiefsten Stand seit 2010. Besonders Gas- und Ölheizungen verloren drastisch an Marktanteilen, während Wärmepumpen den größten Zuwachs verzeichnen konnten. Die Branche leidet unter politischer Unsicherheit und unklaren Förderbedingungen, was nicht nur Investitionen, sondern auch Arbeitsplätze gefährdet. Recherchen zufolge war die Erwartungshaltung nach der Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes hoch, jedoch kehrten viele potenzielle Käufer wegen der schwankenden Gesetzeslage der Anschaffung neuer Heizungen den Rücken. Laut aktuellen Analysen drohen wegen des Markteinbruchs größere Entlassungswellen in der Heizungsindustrie. Gleichzeitig kritisieren Vertreter der Branche immer lauter das Flickwerk der aktuellen Förder- und Gesetzgebung, das für mehr Verwirrung als für Planungssicherheit sorgt.