Manchmal frage ich mich, warum Altersvorsorge in Deutschland so eine komplizierte Angelegenheit ist. Offenbar reicht das Flickwerk aus Riester und Rürup nicht mehr, weshalb die Grünen jetzt ein neues Kapitel aufschlagen wollen: Sie bringen einen Bürgerfonds ins Gespräch – nach Vorbild aus Schweden. Die Idee: Ein öffentlich kontrollierter, aber unabhängig gesteuerter Fonds, in den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer quasi automatisch mit einem Teil ihres Gehalts einzahlen, sofern sie nicht ausdrücklich widersprechen. Beschäftigte sollen also ohne viel Bürokratie oder Abschlüsse mitmachen – außer sie wollen raus. Selbstständigen, so steht's im Antrag, bleibt die Wahl. Durcheinander kommt der Moment, wenn es um die Verwaltung geht: Entweder gründet man ein neues Institut oder vertraut das Projekt einer bestehenden Institution an – Hauptsache, keine politische Einflussnahme und professionelle Verwaltung. Investiert werden soll renditeorientiert, aber mit ökologischem Gewissen: Fossile Energieträger sind tabu, heimische und europäische Werte ausdrücklich bevorzugt. 'Mit dem Bürgerfonds wollen wir endlich einen spürbaren Schritt vorwärts machen', sagt Stefan Schmidt (Grüne). Doch ehrlich: Die Mehrheit im Bundestag könnte das Vorhaben ausbremsen. Womöglich ist es nur ein mutiger Versuch, endlich die Baustelle private Altersvorsorge zu entrümpeln.
Die Grünen haben einen Vorstoß im Bundestag gemacht, der die private Altersvorsorge in Deutschland grundlegend erneuern soll: Ihr Vorschlag ist ein staatlich regulierter Bürgerfonds, inspiriert vom schwedischen Modell, der eine breite Beteiligung automatisch ermöglichen soll. Das Konzept sieht ein Opt-Out-Verfahren für Angestellte sowie die freiwillige Teilnahme für Selbstständige vor; es verspricht Transparenz, Unabhängigkeit und nachhaltige Kapitalanlage, wobei gezielt Investitionen in fossile Energien vermieden werden sollen. In aktuellen Medienberichten, beispielsweise auf 'Spiegel Online', werden ähnliche Forderungen diskutiert, darunter auch Bedenken hinsichtlich der Akzeptanz am Arbeitsmarkt, der Finanzierung sowie der politischen Umsetzbarkeit angesichts einer skeptischen Mehrheit im Bundestag und kontroversen Debatten um die Zukunft der Altersvorsorge in Deutschland.