Jury & Preisverleihung
Wer am Ende den Karl-Sczuka-Preis in den Händen halten darf, darüber entscheidet eine unabhängige Jury, die dieses Jahr vom Künstler Olaf Nicolai geleitet wird. Mit in der Runde sitzen Inke Arns (Kuratorin, Autorin), Julia Cloot (Kuratorin, Publizistin, Lehrende), Michael Grote (Literaturwissenschaftler) und Thomas Meinecke (Autor, Musiker und DJ). Die Übergabe des Preises wird im Rahmen der traditionsreichen Donaueschinger Musiktage zelebriert – ein weiterer Schub für die Strahlkraft der Auszeichnung, die erstmals 1955 vergeben wurde. Namensgeber, den viele inzwischen nur noch aus Fußnoten kennen, bleibt der SWR-Komponist Karl Sczuka.
Unveröffentlichte Arbeiten willkommen
Die Einreichung läuft komplett digital und ist sowohl für Autor:innen als auch Produzent:innen offen. Wichtig: Veröffentlichungen dürfen frühestens ab dem 1. Juni 2025 erfolgt sein – oder das Werk bleibt bis dahin einfach unter Verschluss. So bleibt Raum für bisher ungehörte Experimente und Frischware von der Tonspur.
Einreichungsdetails
Alle Bedingungen (auch auf Englisch) und das notwendige Anmeldeformular finden sich unter www.swr.de/swrkultur/sczuka. Das Einreichen ist ausschließlich digital möglich; gebraucht werden Audiodatei, Manuskript oder Konzeptpapier, Biografie mit Werkverzeichnis sowie ein Künstler:innenfoto (je max. 1 GB Dateigröße). Fristende: 23. Mai 2026. Für Rückfragen gibt es ein Sekretariat (sczuka@swr.de, Tel: 07221 929 24333) sowie eine Ansprechpartnerin für Medien (Lisa Gerhardt, Tel: 07221 929 22453, lisa.gerhardt@swr.de).
Der Karl-Sczuka-Preis ist seit Jahrzehnten ein Aushängeschild für akustisch-experimentelle Kunstformen. Gewürdigt werden Kompositionen, die traditionelle Hörgewohnheiten aufbrechen und musikalische Logik zu etwas Neuem verweben – für manchen vielleicht schon zu abstrakt, für andere überraschend zugänglich. Mit der Preisvergabe im Rahmen der Donaueschinger Musiktage erhält das Genre der Radiokunst eine der wenigen Bühnen, auf denen Innovation und Grenzverschiebung ausdrücklich erwünscht sind. In den letzten Jahren setzte die Jury regelmäßig Maßstäbe, oft mit eher unbekannten oder internationalen Preisträgern, was den Stellenwert des Preises unterstreicht. Die Beiträge spiegeln häufig die technologischen Entwicklungen der Radiokunst wider, etwa durch die Integration von KI, immersiven Klanglandschaften oder politisch-poetischen Ansätzen.